14. April 2023 | 18:04 Uhr

Feuerwehr Schnee © ALL

Bis zu einem Meter Neuschnee

Kältester April seit 26 Jahren: Schnee-Chaos legt Land lahm

April der Extreme: Der Winter feiert Comeback, der Frühling macht Pause.

Eiszeit. In diesen Tagen sollten die Höchstwerte eigentlich bei 19 Grad liegen. Stattdessen erleben wir Dauerregen und starken Schneefall. Viele Orte rutschten wieder unter die Null-Grad-Marke (Kolomansberg –2,1°, Ramsau –1,3°). Es ist – sollten die Langfristprognosen halten – laut Experten der Geosphere Austria der kälteste April seit 26 Jahren.

Der Wintereinbruch mitten im Frühling löst in vielen Regionen Chaos aus. Der Schnee sorgte auf den Straßen für unzählige Unfälle. Am Freitag verlor nahe Kirchdorf in Tirol eine Frau (30) die Kontrolle über ihr Auto. Auf der Loferer Bundesstraße schlitterte sie 50 Meter entlang einer Böschung, krachte dann gegen zwei Bäume. Sie wurde schwer verletzt. Ein weiterer Unfall nahe Kitzbühel forderte ein Todesopfer.

unafll.jpg © Facebook/Feuerwehr Erpfendorf

Schwer betroffen war auch die Südautobahn. Im Bereich Zöbern (NÖ) blieben in kurzer Zeit 10 cm Schnee auf der Fahrbahn liegen. Etliche Lkws kamen nicht mehr voran.

Es regnet so viel wie sonst im ganzen April

„Rudolf“. Das Wetter spielt derzeit völlig verrückt. Das Tiefdruckgebiet „Rudolf“ kam aus Italien, kreiste über uns, brachte die großen Schnee- und Regen-Mengen. Auf manchen Bergen, etwa den Hohen Tauern, wurde insgesamt ein Meter Neuschnee erwartet.

In anderen Gebieten regnet es 80 Liter pro Quadratmeter – in 60 Stunden so viel wie sonst im ganzen April. Positiv: Die extreme Trockenheit wird abge­mildert. Wiener Neustadt zum Beispiel hatte bisher ein Regendefizit von 50 %. Jetzt liegt es bei 20 %.

Österreich Wetter

  • Jetzt
  • 20
  • 21
  • 22
  • 23
  • 0
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14
  • 15
  • 16
  • 17
  • 18

Überwiegend trüb und oft Regen. 3/9°

Immer wieder ziehen Wolkenfelder über das Land, dazwischen gibt es aber auch zeitweise sonnige Auflockerungen, vor allem nördlich des Alpenhauptkamms. Im Laufe des Nachmittags setzt im Westen mit Kaltfrontdurchzug schauerartiger Niederschlag ein, bei einer Schneefallgrenze um 1200m. Zudem lebt dort mit Störungsdurchzug kräftiger, teils stürmischer Westwind auf. Sonst weht der Wind meist schwach bis mäßig aus eher Ost bis Süd und erst in den Abend- und Nachtstunden breitet sich der lebhafte bis starke Westwind ostwärts aus. Tageshöchsttemperaturen zwischen 5 und 13 Grad. Heute Nacht: Die Nacht verläuft in vielen Landesteilen zunächst dicht bewölkt und vor allem nördlich des Alpenhauptkammes regnet oder schneit es gebietsweise bei einer Schneefallgrenze zwischen 900m und 1300m Seehöhe. In der zweiten Nachthälfte lockert die Wolkendecke zeitweise auf, vor allem im Süden und im Nordosten des Landes. Der Westwind weht nördlich des Alpenhauptkamms vielfach lebhaft, in exponierten Lagen auch stark, nur im Süden und Südosten bleibt es schwach windig. Die Tiefsttemperaturen der Nacht liegen zwischen minus 2 und plus 6 Grad.
mehr Österreich-Wetter