11. Dezember 2013 | 06:46 Uhr

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24 Stunden am Tag hell

Keine Weihnachts-Stimmung in der Antarktis

Antarktischer Sommer: Festliche Stimmung fehlt wegen 24 Stunden Helligkeit.

Im antarktischen Sommer will keine rechte Weihnachtsstimmung aufkommen. "Seit Mitte November haben wir Polartage, das heißt, es ist 24 Stunden am Tag hell", sagt Barbara Fiedel, Leiterin der Neumayer-Station III. Noch nicht mal die weiße Landschaft könne zur Stimmung beitragen. "Es fehlt was", meint die Ärztin, die bereits das zweite Weihnachten im ewigen Eis feiert.

Am Heiligen Abend versammelten sich aber alle rund 25 Expeditionsteilnehmer um den geschmückten Plastiktannenbaum, um zu feiern. Einige Kollegen könnten sogar Geschenke auspacken, die per Flieger im November angekommen sind. "Die Angehörigen mussten die Geschenke bereits im August abschicken", erzählte die Stationsleiterin. Sie selbst hat via Internet ein Fotobuch zusammengestellt und an ihre Familie geschickt.

Ganz ohne Geschenke muss auch das Team auf dem Forschungsschiff Polarstern nicht auskommen. "Ich bin mir sicher, dass Angehörige in den ein oder anderen Koffer auch Geschenke reinschmuggeln haben können", sagte Fahrtleiter Rainer Knust. Über Weihnachten ist der Eisbrecher auf dem Weg von Kapstadt zur Neumayer-Station. "Das Seegebiet ist sehr stürmisch, aber wir werden trotzdem feiern", kündigte Knust an. In der Messe des Schiffes werde ein Plastiktannenbaum aufgestellt.
 

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