09. Jänner 2015 | 12:42 Uhr

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Fast 20 Grad

Föhnsturm bringt Frühlings-Wetter

Am Wochenende wird es so warm wie sonst erst im April, dafür aber auch sehr stürmisch.

Föhnwind sorgt am Wochenende in Österreich für Sturmböen von bis zu 100 Stundenkilometern sowie für Regen, Schnee und ungewöhnlich milde Temperaturen. Die Experten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) auf der Hohen Warte in Wien sprachen am Freitag eine Sturmwarnung aus.

Mehrere Stürme ziehen auf:
Vom Atlantik zieht laut ZAMG derzeit "ein Sturmtief nach dem anderen nach Nord-Europa". Die Ausläufer streifen auch Österreich. "Das Wetter am Wochenende ist daher sehr wechselhaft", sagte der Meteorologe Stefan Kiesenhofer. "Bis Sonntag muss man im Großteil von Österreich immer wieder mit starkem bis stürmischem Wind rechnen. Die Böen liegen in vielen Regionen zwischen 80 und 100 km/h, auf den Bergen und in exponierten Lagen auch darüber", so der Experte. Die höchsten Windspitzen seien in den Niederungen im Gebiet vom Flachgau über Ober- und Niederösterreich bis Wien und ins Nordburgenland zu erwarten.

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Frühlingstemperaturen am Samstag:
Die Sturmtiefs bringen auch abwechselnd milde und kalte Luft nach Österreich. Besonders mild wird der Samstag. Kiesenhofer: "Am Samstag erwarten wir Höchsttemperaturen zwischen acht und 15 Grad. Besonders im Südosten von Niederösterreich sind mit leicht föhnigen Effekten sogar bis zu 18 oder 19 Grad möglich."

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Im Südosten von Niederösterreich sind derart hohe Temperaturen im Jänner mit milder Westströmung und leichten Föhneffekten nicht ganz ungewöhnlich. So stammt der österreichische Jänner-Rekord aus Berndorf, mit 20,6 Grad am 29. Jänner 2002. Voriges Jahr wurden im Jänner in Puchberg am Schneeberg 16,9 Grad gemessen.

Schon am Sonntag wieder Schneefall:
Durch die großen Temperaturschwankungen macht am Wochenende auch die Schneefallgrenze große Sprünge. Am Samstag liegt sie über 2.000 Meter. Am Sonntag schneit es vor allem an der Nordseite der Alpen im Laufe des Tages wieder bis in viele Täler. Im Hochgebirge sind bis Sonntagabend 30 bis 60 Zentimeter Neuschnee zu erwarten. Der stürmische Wind bringt aber starke Schneeverwehungen und die Lawinengefahr steigt in vielen Regionen.

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Sonne-Wolken-Mix, 5/17°

Der Samstag bringt in allen Teilen des Landes zunächst trübes und zumeist auch regnerisches Wetter. Vor allem nördlich des Alpenhauptkammes regnet es aus dichten Wolken regional langanhaltend und ergiebig. Nur im Süden und Südosten bleibt es gebietsweise trocken. Die Schneefallgrenze liegt, von West nach Ost, zwischen rund 1100 und 1700m Seehöhe. Im weiteren Tagesverlauf setzen sich von Westen kommend allmählich sonnige Aufheiterungen durch. Es ist jedoch weiterhin mit Regenschauern zu rechnen, vor allem alpennordseitig. Der Wind weht mäßig bis lebhaft aus West bis Nordwest. Die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen 6 und 15 Grad. Heute Nacht: In der Nacht auf Sonntag halten sich vor allem im Bergland sowie im Osten noch einige, teils dichte Restwolken. Zwischen dem Tiroler Unterland und dem Nordburgenland muss auch noch mit gebietsweisen Regenschauern gerechnet werden. Die Schneefallgrenze liegt um rund 1500m Seehöhe. Sonst verläuft die Nacht gering bis mäßig bewölkt und trocken. Der Wind weht am Alpenostrand noch mäßig bis lebhaft aus West bis Nordwest, sonst weht nur schwacher Wind. Die Tiefsttemperaturen der Nacht liegen zwischen 1 und 10 Grad.
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