09. Februar 2024 | 10:00 Uhr

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Heißer Winter

Wärmster Januar Italiens bedroht Ernte

Das Jahr startete mit Rekordtemperaturen weltweit, und Italien bleibt nicht verschont. Die Auswirkungen des warmen Januars machen sich nicht nur auf den Skipisten bemerkbar, sondern bedrohen auch die Landwirtschaft des Landes. 

Italien im Griff des wärmsten Januars

Der Januar dieses Jahres markiert einen beispiellosen globalen Temperaturanstieg, der nicht nur Rekordwerte aufzeichnet, sondern auch schwerwiegende Konsequenzen für Italiens Skigebiete und die Landwirtschaft mit sich bringt. Die Hitzewelle erstreckt sich bis in die Bergregionen, wo selbst auf 2250 Metern Höhe Schneemangel herrscht.

Die Herausforderung auf den Skipisten

Der Schneemangel in Italien beeinträchtigt den Wintersport und bedroht die Wirtschaft. Italiens Skigebiete sehen sich einer ungewöhnlichen Herausforderung gegenüber. Der Mangel an Schnee auf den Pisten, bedingt durch den wärmsten Januar seit Beginn der Aufzeichnungen, stellt nicht nur eine Bedrohung für den Wintersport dar, sondern könnte auch erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen nach sich ziehen.

Statistiken des italienischen Instituts für Atmosphäre und Klima (ISAC) zeigen, dass die italienischen Berge im letzten Jahrhundert 30 Schneetage eingebüßt haben, was nicht nur den Tourismus, sondern auch den Erhalt der Gletscher gefährdet.

Die Landwirtschaft am Abgrund

Ungewöhnlich mildes Wetter und Dürre setzen Ernten unter Druck: Nicht nur auf den Pisten, sondern auch auf den Feldern zeigt sich die Wärme des Januars. Italiens größter Landwirtschaftsverband Coldiretti warnt vor einem drohenden "Zusammenbruch der Natur". Das milde Wetter und die anhaltende Trockenheit beeinträchtigen die Ernten erheblich. Pflanzen blühen zu früh, und die Möglichkeit von Temperaturabfällen bedroht die Landwirtschaft zusätzlich. Getreide, Hülsenfrüchte und Gemüse könnten von der Trockenheit beeinträchtigt werden, was sich auch auf die Tierfütterung auswirkt.

Unterstützung gefordert

Inmitten dieser Herausforderungen appelliert der Bauernverband an die italienische Regierung, dringende Stützungsmaßnahmen für die Landwirte einzuleiten. Die Forderungen reichen von Anpassungen an veränderte Wetterbedingungen bis hin zur Förderung innovativer Ansätze wie Landwirtschaft 5.0 mit Drohnen, Robotern und Satelliten. Der Ruf nach mehr Unterstützung und finanziellen Mitteln für Innovationen wird lauter, während die Bauern sich auf eine Großdemonstration in Rom vorbereiten.

Rekord-Januar laut „Copernicus Climate Change Service“

Die Alarmglocken schrillen weltweit, und Italien ist dabei keine Ausnahme. Der „Copernicus Climate Change Service“ der Europäischen Union bestätigt, dass dieser Januar global betrachtet der wärmste seit Aufzeichnungsbeginn ist. Die aktuellen Daten verdeutlichen nicht nur die akute Bedrohung für Italiens Umwelt, sondern unterstreichen auch die Dringlichkeit von Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel.

In einem Jahr, das bereits von Hitze und Herausforderungen geprägt ist, bleibt die Frage, wie die Gesellschaft, die Wirtschaft und die Politik darauf reagieren werden, im Zentrum der Diskussion. 

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Schneeregen im W und N, Schneeschauer im O, -5/+4°

Zunächst überwiegen die Wolken und es schneit oder regnet vor allem von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich zeitweise. Stellenweise besteht vorübergehend Glatteisgefahr. Die Schneefallgrenze steigt von Westen her auf 600 bis 1300m. Im Osten gibt es nur ab und zu leichten oder unergiebigen Schneefall. Am Nachmittag lockert es von Western regional etwas auf, und der Niederschlag wird weniger. Am späten Nachmittag oder zum Abend hin wird der Niederschlag im Westen wieder häufiger. Der Wind weht in Tirol und Vorarlberg teils lebhaft aus West, abseits davon oft nur schwach bis mäßig. Tageshöchsttemperaturen minus 1 bis plus 7 Grad, mit den höchsten Temperaturen in der Westhälfte. Heute Nacht: Eine weitere Störungszone erfasst die Alpennordseite. Verbreitet ist von Vorarlberg, über Salzburg bis zum Alpenostrand zeitweise mit Schneefall, in tiefen Lagen teils auch mit Schneeregen zu rechnen. Einzelne Ausläufer erreichen auch den Süden. Hier bleibt es aber oft auch trocken. Der Wind weht entlang des Alpenhauptkamms und nördlich davon mäßig, in höheren Lagen lebhaft aus West, abseits davon weht er nur schwach. Die Tiefsttemperaturen der Nacht liegen zwischen minus 4 und plus 2 Grad.
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