08. Februar 2024 | 10:00 Uhr

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Schneemangel

Historisch geringe Schneemengen in den Alpen

Erfahren Sie alles über die aktuelle Schneelage in den Alpen: Dramatische Unterschiede zwischen schneefreien Tälern und schneebedeckten Berggipfeln.

Schneemangel in den Alpen

Die Schneelage in den Alpen sorgt derzeit für Aufsehen, da sich dramatische Unterschiede zwischen verschiedenen Regionen zeigen. Während viele Täler schneefrei sind und technischer Schnee die Landschaft ziert, präsentieren sich die Berggipfel als weißes Panorama. Ein genauer Blick aus dem All verdeutlicht die Spuren von Tauwetter und widrigen Wetterbedingungen, die in den letzten Wochen über die Alpen hinweggezogen sind.

Schneebedeckung im Vergleich

Alps Snow Monitor enthüllt neue Negativrekorde: Aktuelle Auswertungen des Alps Snow Monitors (CESBIO) zeigen, dass lediglich knapp 42 Prozent des gesamten Alpenraums derzeit mit Schnee bedeckt sind. Im Vergleich zum langjährigen Klimamittel der letzten 30 Jahre, das eine Schneebedeckung von etwa 72 Prozent aufweist, werden besorgniserregende Unterschiede deutlich. Drohen neue Negativrekorde beim Schnee?

Regionale Unterschiede in den Höhenlagen

Schneesituation variiert stark zwischen Nord- und Südalpen: In Höhenlagen zwischen 1000 und 1500 Metern spielt die geographische Lage eine entscheidende Rolle für die Schneesituation. Während in den Nordalpen noch eine Schneedecke vorhanden ist, sind auf der Alpensüdseite in dieser Höhenlage verbreitet schneefreie Flächen zu verzeichnen. Besonders bemerkenswert ist das erstmalige Schneefehlen in Kals am Großglockner auf gut 1300 Metern Höhe seit Beginn der Messungen im Jahr 1991.

Unterduchschnittliche Schneelage in der Schweiz

Schweizer Regionen verzeichnen historisch geringe Schneemengen: Auch in der Schweiz ist die Schneelage meist unterdurchschnittlich. Beispielsweise weisen der Tessiner Ort Bosco Gurin auf 1525 Metern oder der Simplonpass auf 2000 Metern so wenig Schnee auf wie seit mindestens 60 Jahren nicht mehr. Diese alarmierenden Entwicklungen lassen Zweifel an einem gewöhnlichen Winter aufkommen.

Winterpracht im Hochgebirge

Hochgelegene Regionen profitieren von Neuschnee: Während in den tieferen Lagen der Schnee fehlt, erstrahlen die Hochgebirgsregionen in einer weißen Winterpracht. Die Seegrube oberhalb von Innsbruck, das Weissfluhjoch und der Säntis in den Schweizer Alpen verzeichnen aktuell mehr Schnee als im Vergleich zum langjährigen Mittel. Die hohen Lagen konnten vor allem durch großzügige Neuschneemengen zu Saisonbeginn profitieren.

Aussicht auf Veränderung

Neuschnee in den kommenden Tagen erwartet: Das Warten auf frischen Schnee neigt sich langsam dem Ende zu. Prognosen deuten darauf hin, dass in den kommenden Tagen Tiefs zumindest in den Bergregionen für Neuschnee sorgen werden. Allerdings bleibt es in tiefer gelegenen Tälern voraussichtlich bei Regen, was die Sorgen um den Schneemangel weiter verstärkt.

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Mix aus Sonne und Wolken. 0/16°

Neben Sonnenschein gibt es bis zum Abend auch zahlreiche dichte Wolken. Öfters zeigt sich die Sonne dabei im Osten und Südosten. Hier zieren meist nur dünne Schichtwolken den Himmel. Abgesehen von einzelnen regionalen Regenschauern im Bergland bleibt es weitgehend trocken. Der Wind aus Ost bis Süd lebt vor allem von Oberösterreich ostwärts spürbar auf, sonst bleibt es überwiegend windschwach. Die Nachmittagstemperaturen zwischen 10 und 18 Grad. Heute Nacht: In der Nacht auf Dienstag ziehen nördlich des Alpenhauptkammes von Westen einige dichtere Wolken durch. Diese bringen jedoch keinen Niederschlag. Deutlich weniger Wolken gibt es hingegen von Osttirol ostwärts. Der Wind weht vor allem im Norden und Osten anfangs mäßig, später nur noch schwach aus Südost bis Süd. Die Tiefsttemperaturen der Nacht liegen zwischen minus 3 und plus 5 Grad.
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