01. März 2012 | 08:27 Uhr

thailand_flut_epa.jpg © EPA

Folgen noch unklar

Wetterphänomen La Nina noch stärker

La Nina-Phänomen dauert seit 2010 an und es gibt keine Anzeichen, dass es verschwindet.

Das Wetterphänomen La Nina wird norwegischen Experten zufolge in diesem Jahr noch stärker ausfallen als 2011. Die Situation sei ähnlich der des Vorjahres, sagte Tore Furevik vom Bjerknes-Zentrum der norwegischen Universität Bergen am Mittwoch in Bangkok. Das müsse aber nicht bedeuten, dass La Nina erneut Extremereignisse wie die verheerenden Überschwemmungen in Thailand mitverursache. Dabei spielten viele Faktoren eine Rolle.

Seit 2010
Das La Nina-Phänomen dauere seit 2010 an und es gebe keine Anzeichen, dass es verschwinde. "Wir hatten diese starke Abkühlung im Jahr 2010, und statt dass es wieder wärmer wurde, blieb eine lange Kaltphase", sagte Furevik. "Und es sieht aus, als ob wir nun in eine stärkere La Nina-Phase eintreten."

Warm und kalt
Bei La Nina erwärmt sich im Westpazifik die Meeresoberfläche stark, gleichzeitig kühlt sich das Wasser im Ostpazifik vor der südamerikanischen Küste ab. Die Folge sind heftige Ost-Passatwinde über dem indonesischen Archipel. Aufsteigende heiße Luft sorgt dann in Südostasien und Südchina für intensive Niederschläge. Bei dem entgegengesetzten Wetterphänomen El Nino kommt es häufig zu Dürreperioden.

Ungewöhnlich starke Monsunregenfälle waren ein Grund für das Hochwasser in Zentralthailand im Oktober und November des vergangenen Jahres. Auch Teile der Hauptstadt Bangkok waren betroffen. Etwa 700 Menschen starben, die Schäden belaufen sich auf schätzungsweise 45 Milliarden Dollar (33,5 Milliarden Euro).

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Im S Regen, sonst zeitweise sonnig, -4/+5°

Eine südwestliche Strömung ist am Dienstag für Österreich wetterbestimmend. Damit stauen sich an die Alpensüdseite dichte Wolken und bei einer Schneefallgrenze zwischen 800 und 1300m Seehöhe setzt Regen und Schneefall ein. Weiter im Norden und Osten gibt es hingegen in den Niederungen zunächst verbreitet Nebel oder Hochnebel. Abseits der typischen Nebelgebiete scheint zumindest zeitweise die Sonne, vor allem aber im Westen und Norden. Von Süden breiten sich aber die Wolken bis zum Abend immer weiter über den Alpenhauptkamm nach Norden aus und lösen hier auch die Hochnebelschicht in den Niederungen ab. In den Föhnstrichen entlang des Alpenhauptkammes frischt kräftiger, im Osten Österreichs mäßiger bis lebhafter Südost- bis Südwind auf. Die Frühtemperaturen minus 10 bis plus 2 Grad, die Tageshöchsttemperaturen je nach Nebel, Sonne und Föhn minus 1 bis plus 11 Grad.
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