19. August 2023 | 08:48 Uhr

Hurrikan Hilary im Anmarsch © AFP/APA

"Treffen Sie Vorsichtsmaßnahmen"

US-Präsident Biden warnt vor Hurrikan ''Hilary''

US-Präsident Joe Biden hat die Menschen im US-Bundesstaat Kalifornien vor Pazifik-Hurrikan ''Hilary'' gewarnt.

"Ich fordere alle Menschen im Einzugsgebiet des Sturms auf, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen und auf die Hinweise der staatlichen und örtlichen Behörden zu hören", sagte Biden am Freitag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz in Camp David. Der Sturm könne im Süden des US-Bundesstaats Kalifornien erhebliche Regenfälle bringen.

In Mexiko wurden mehr als 18.000 Soldaten in Alarmbereitschaft versetzt. Der Wirbelsturm werde voraussichtlich am Sonntag in der Früh auf der Halbinsel Baja California auf Land treffen, teilte der mexikanische Wetterdienst am Freitag mit. Auch Südkalifornien in den USA müsse sich auf "lebensbedrohliche und möglicherweise katastrophale Überschwemmungen" einstellen, warnte das US-Hurrikanzentrum (NHC) in Miami. "Hilary" könne dort mehr Regnen auslösen, als sonst in einem ganzen Jahr falle.

Heftiger Pazifik-Hurrikan "Hilary" © AFP/APA

"Hilary" erreichte Kategorie vier von fünf

"Hilary" erreichte nach Angaben der US-Behörde am Freitag vor der Nordwestküste Mexikos die Kategorie vier von fünf. Am Freitagabend befand sich der Hurrikan rund 495 Kilometer südwestlich von der touristischen Küstenstadt Cabo San Lucas mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von bis zu 215 Kilometern pro Stunde. Ausläufer des Sturms breiteten sich bereits über den südlichen Teil von Baja California aus.

Es wird erwartet, dass sich der Hurrikan etwas abschwächt, bevor er in Mexiko auf Land trifft und am Sonntagabend (Ortszeit) kurz vor Kalifornien zu einem tropischen Sturm heruntergestuft wird. Aber auch das ist noch ungewöhnlich für die US-Region. Für Kalifornien wurde zum ersten Mal in der Geschichte eine Tropensturmwarnung ausgerufen.

In Mexiko wurden Notunterkünfte eingerichtet. Das Militär treffe Vorbereitungen für einen möglichen Einsatz, um betroffene Menschen in den Bundesstaaten entlang der Pazifikküste zu helfen, sagte Präsident Andrés Manuel López Obrador am Freitag.

US-Küstenwache warnt vor gefährlichen Strömungen

Mexiko wird zu dieser Jahreszeit regelmäßig von Hurrikanen und Tropenstürmen heimgesucht. "Hilary" wäre dagegen der erste tropische Sturm seit 1939, der in Kalifornien auf Land trifft. Damals kamen Dutzende Menschen ums Leben, weil die Bewohner der Region nicht ausreichend vorbereitet waren. Die US-Küstenwache sagte am Freitag für die kommenden Tage gefährliche Strömungen und starke Winde voraus.

Der stellvertretende Direktor des NHC, Jamie Rhome, warnte vor Überschwemmungen, die von San Diego bis Los Angeles und sogar Las Vegas weite Teile des Südwestens der USA betreffen könnten, wobei das Risiko in der Gegend um Palm Springs besonders hoch sei. "Wenn Sie Pläne für das Wochenende haben, ist es wahrscheinlich an der Zeit, diese Pläne zu ändern", sagte Rhome.

Obwohl das kalte Wasser vor der kalifornischen Küste normalerweise Hurrikane und tropische Stürme abschwächt, meinte Rhome, dass "dieses System seine Stärke beibehalten wird, weil es sich schnell bewegt". Die Major League Baseball (MLB) hat drei Sonntagsspiele in Südkalifornien mit dem Hinweis auf die Sturmvorhersagen bereits verschoben. Wenig später zog die Fußball-Liga MLS nach, die zwei Spiele in Los Angeles verschob.

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Meist Regenschauer, im O eher trocken. 11/21°

Die Sonne wird im Tagesverlauf öfter von Wolkenfeldern und teils auch von hochreichenden Quellwolken abgeschirmt. Am Nachmittag nimmt die Neigung zu Regenschauern und ein paar isolierten Gewitterzellen vor allem über der Landesmitte, im Süden und im östlichen Berg- und Hügelland noch zu. Flächendeckender Regen ist hingegen nicht in Sicht, und zwischendurch gibt es weiterhin teils größere Sonnenfenster. Während der Wind auch im Donauraum insgesamt eher abflaut, sind im Randbereich von Schauer- oder Gewitterzellen durchaus einige Windböen zu erwarten. Die westliche Hauptwindrichtung bleibt dabei aufrecht. Tageshöchsttemperaturen 17 bis 23 Grad. Heute Nacht: Am Abend klingen letzte Schauer- und Gewitterzellen auch im Bergland bald ab. In der Nacht auf Mittwoch nähert sich allerdings von Westen her eine weitere, schwache Störungszone. Damit verdichten sich die Wolken vor allem in Vorarlberg und Tirol, schließlich kann es dort leicht zu regnen beginnen. Nach Osten hin verläuft die Nacht hingegen vielfach aufgelockert bis gering bewölkt und über weite Strecken auch trocken. Der Wind bleibt überwiegend schwach. Die Lufttemperaturen gehen auf 13 bis 4 Grad zurück.
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