07. Jänner 2017 | 19:16 Uhr

eisberg.jpg © AFP

Koloss

Riesiger Eisberg droht in Antarktis abzubrechen

Der Koloss ist etwa doppelt so groß wie Vorarlberg.

 In der Antarktis könnte bald ein neuer riesiger Eisberg entstehen. Der Koloss wird sich nach Angaben britischer Forscher vermutlich vom Larsen-C-Schelfeis im Polarmeer lösen. Er ist mit einer Fläche von etwa 5.000 Quadratkilometern beinahe doppelt so groß wie Vorarlberg.

"Ich wäre erstaunt, wenn er nicht in den nächsten Monaten abbricht", zitierte die britische Swansea-Universität den Forscher Adrian Luckman. Der Gigant würde dann zu den zehn größten jemals registrierten Eisbergen gehören. Luckman leitet das Midas-Projekt, das auch Satelliten-Bilder aus dieser antarktischen Region auswertet.

Schon seit längerem hatten die Forscher einen Riss in den Eismassen beobachtet. Im Dezember habe sich dieser Spalt plötzlich um 18 Kilometer verlängert, teilte die Hochschule mit. Nun wird der Koloss nur noch von einer etwa 20 Kilometer langen eisigen Verbindungsstelle gehalten. "Der Spalt ist insgesamt wahrscheinlich 160 Kilometer lang und 300 bis 500 Meter tief", sagte der ebenfalls an dem Projekt beteiligte Forscher Martin 0'Leary am Samstag. Ein direkter Zusammenhang mit dem Klimawandel sei nicht erkennbar.

Kurzfristige Folgen dürfte das Abbrechen des Eis-Giganten nach Angaben der Forscher nicht haben. Sie fürchten aber, dass das Schelfeis weiter kalbt und eventuell langfristig instabil wird. "Aber das ist schwer vorauszusagen", betonte Luckman.
 

Österreich Wetter

  • Jetzt
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14
  • 15
  • 16
  • 17
  • 18
  • 19
  • 20
  • 21
  • 22
  • 23
  • 0
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8

Schwacher Störungseinfluss von SW. 6/13°

Eine Störungszone sorgt am Sonntag von Vorarlberg über das Salzburger Land bis ins westliche Niederösterreich für viele und meist dichte Wolken. Vor allem in der ersten Tageshälfte fällt regional noch Regen. Oberhalb von 500 bis 900m Seehöhe fällt Schnee, südlich des Alpenhauptkammes liegt die Schneefallgrenze um 1200m Seehöhe. Etwas sonniger verläuft der Tag im Osten und Südosten des Landes. Hier sind die Auflockerungen zwischen den Wolken häufiger. Im Osten bleibt es meist trocken, im Süden bilden sich am Nachmittag örtliche Regenschauer. Der Wind weht schwach bis mäßig aus unterschiedlichen Richtungen. Die Frühtemperaturen liegen zwischen minus 1 und plus 5 Grad, die Tageshöchsttemperaturen zwischen 7 und 16 Grad, mit den höchsten Werten im Osten und Südosten.
mehr Österreich-Wetter