29. Juli 2018 | 08:21 Uhr

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Beben der Stärke 6,4

Erdbeben erschüttert Urlaubsparadies - Mehrere Tote

Schweres Erdbeben erschütterte die indonesische Ferieninsel Lombok.  

Bei einem schweren Erdbeben auf der indonesischen Ferieninsel Lombok hat es mehrere Tote gegeben. Bei dem Beben der Stärke 6,4 seien am Sonntag abseits der Touristengegenden mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen, teilten die Behörden mit. Etwa zwei Dutzend Menschen hätten Verletzungen erlitten.

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Nach dem Erdbeben in einer Tiefe von sieben Kilometern wurden mehr als 40 Nachbeben registriert, eine Tsunami-Warnung gab es jedoch nicht. Das Beben der Stärke 6,4 habe sich am Sonntag um 06.47 (Ortszeit, 00.47 Uhr MESZ) 50 Kilometer nordöstlich von Lomboks Hauptort Mataram ereignet, teilte die US-Erdbebenwarte USGS mit. Damit erschütterte es eine Region abseits der Touristengegenden im Süden und Westen der Insel.
 
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Es habe zwei Todesopfer im Norden der Insel und ein weiteres im Osten gegeben, erklärte der Sprecher der indonesischen Katastrophenschutzbehörde, Sutopo Purwo Nugroho. Wie genau sie ums Leben kamen, teilte er nicht mit. Außerdem gebe es zwei Dutzend Verletzte und ein schwer beschädigtes Haus im Norden von Lombok. Später erhöhten die Behörden die Zahl der Todesopfer auf zehn.
 

Wanderwege gesperrt

Die Behörden der Insel schlossen wegen des Erdbebens vorübergehend die Wanderwege am Berg Rinjani, da Erdrutsche befürchtet wurden. Ein Tsunami-Alarm sei aber nicht ausgelöst worden, sagte der Sprecher der indonesischen Behörde für Geophysik und Meteorologie, Hary Tirto Djatmiko.
 
Ein Bewohner von Nord-Lombok namens Zulkifli sagte der Nachrichtenagentur AFP, das Beben sei sehr stark gewesen. "Jeder in meinem Haus geriet in Panik, wir rannten alle hinaus." Wegen des Bebens sei der Strom ausgefallen. In der Folge wurden mehr als 40 Erdbeben registriert.
 
Lombok ist ein beliebtes Feriendomizil und liegt rund hundert Kilometer östlich der noch populäreren indonesischen Urlaubsinsel Bali.
 

Erdbeben hier besonders häufig

Das aus zahlreichen Inseln bestehende Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, an dem tektonische Platten aufeinander stoßen. Erdbeben und Vulkanausbrüche sind dort besonders häufig. Erst im Jänner waren bei einem Beben der Stärke 6,0 auf der indonesischen Insel Java mehrere Menschen schwer verletzt und dutzende Häuser beschädigt worden.
 
Zu Weihnachten 2004 hatte ein Beben unter dem Meeresboden der Stärke 9,3 vor der westindonesischen Insel Sumatra einen Tsunami ausgelöst, der in den umliegenden Ländern insgesamt 220.000 Menschen tötete, davon 168.000 in Indonesien.

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