20. Jänner 2020 | 10:44 Uhr

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Wetter-Extreme

Australien: Sturm-Apokalypse nach Feuer

Zwei Menschen durch Blitzeinschlag in New South Wales verletzt

Nach den verheerenden Buschbränden der vergangenen Monate wird Australien nun von Extremwetter heimgesucht. Über Teile der Ostküste zogen am Montag schwere Gewitter mit heftigem Hagel hinweg. In der Hauptstadt Canberra und der Metropole Melbourne im Süden gingen riesige Hagelkörner nieder, der Sturm riss Äste von den Bäumen.
 
Die Rettungsdienste riefen die Bürger dazu auf, ihre Autos nicht unter Bäumen und Stromleitungen abzustellen. In Victoria, wo die Buschfeuer immer noch schwelen, brachte starker Niederschlag Erleichterung. Die Behörden warnten jedoch vor neuen Gefahren. Durch den Regen sei es viel gefährlicher, mit schweren Maschinen in die durch die Feuer beschädigte Gebiete zu gelangen, sagte der örtliche Regierungschef Daniel Andrews. Wegen Erdrutschen blieben zudem einige Straßen geschlossen.
 
 

Zwei Verletzte

Im Bundesstaat New South Wales wurden zwei Menschen nach einem Ausflug in die Blue Mountains im Krankenhaus behandelt werden. Ein 16-Jähriger war vom Blitz getroffen worden. Ein 24-Jähriger, der in der Nähe an einem Metallgeländer lehnte, wurde ebenfalls verletzt. Die Wetterbehörden warnten für den Südosten des Bundesstaats vor weiteren Unwettern: Es drohten schwere Gewitter, Hagel und heftiger Regen, der zu Sturzfluten führen könne.
 
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Am Wochenende waren zudem Sandstürme durch den Westen von New South Wales gefegt. Anrainer berichteten, sie hätten sich mitten am Tag in völliger Finsternis wiedergefunden. Die Menschen seien an Sandstürme gewöhnt, sagte Ashleigh Hull aus Dubb. Dieser sei jedoch "spektakulärer" als die üblichen Stürme gewesen. "Es war, ehrlich gesagt, wie in einem Apokalypse-Film. Eine riesige Wand kam auf uns zu, wirklich beeindruckend. Ich wünschte nur, sie hätte eine Menge Regen statt Staub gebracht."
 
 Die australische Regierung kündigte am Wochenende ein 76 Millionen australische Dollar (47 Millionen Euro) schweres Hilfspaket für die Tourismusbranche an. Seit Ausbruch der Brände im September ist die Zahl der gebuchten Reisen nach Australien um zehn bis 20 Prozent zurückgegangen. Premierminister Scott Morrison sprach von "einer der größten, wenn nicht sogar der größten Herausforderung", die die Branche je erlebt habe.

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Wechselnd bewölkt, Schauer und böiger Wind. 10/19°

Schwacher Störungseinfluss sorgt am Donnerstag für unbeständiges Wetter. Wiederholt ziehen Wolken mit Regenschauern durch, örtlich kann es gewittrig verstärkt regnen. Die meisten Regenschauer sind nördlich des Alpenhauptkamms zu erwarten und die Schneefallgrenze sinkt vorübergehend auf Lagen um 2000m Seehöhe ab. Überwiegend trocken bleibt es nur im Süden. Landesweit scheint zwischen den durchziehenden Wolken aber auch immer wieder die Sonne, vor allem am Nachmittag. Der Wind weht mäßig bis lebhaft aus West bis Nord, nur im Süden bleibt es überwiegend windschwach. Die Frühtemperaturen liegen zwischen 4 und 11 Grad, die Tageshöchsttemperaturen steigen auf 14 bis 22 Grad an.
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