10. Juli 2015 | 08:44 Uhr

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250 Flüge gestrichen

Aschewolke: Urlauber sitzen auf Bali fest

Flughafen geschlossen: Hunderte Touristen campierten im Gebäude.

Zehntausende Urlauber sind nach einem Vulkanausbruch in Indonesien an geschlossenen Flughäfen gestrandet. Betroffen waren am Freitag etwa 47.000 Touristen auf der Ferieninsel Bali, sagte ein Flughafensprecher. 357 in- und ausländische Flüge hätten abgesagt werden müssen. Vier weitere Flughäfen in der Region waren vorübergehend gesperrt, berichtete das Transportministerium.

Eine Aschefontäne aus dem Vulkan Raung rund 150 Kilometer weiter westlich in Ostjava gefährdete nach Angaben der Behörden die Luftfahrt. Wind hatte die Aschewolke Richtung Bali getragen und die Sicht am Flughafen deutlich eingeschränkt.

Auf Bali herrscht Hochsaison. In Australien sind Schulferien. Für tausende Familien ist die indonesische Insel ein naheliegendes Ziel, um dem Winter auf der Südhalbkugel zu entfliehen. Ein Viertel der mehr als drei Millionen Besucher im Jahr kommt aus Australien. Deutsche machen nach Angaben der Tourismusbehörde nur zwei Prozent der Feriengäste aus.

Der australische Billigflieger Jetstar versprach, nach Öffnung des Flughafens Extraflüge zu machen, um die Urlauber zu ihrem Ziel oder nach Hause bringen zu können. "Die Sicherheit unserer Passagiere und Besatzungen ist unsere höchste Priorität", teilte die Airline mit.

Der rund 3.300 Meter hohe Vulkan ist seit Juni aktiv. Er schleudert Asche und Gestein in die Luft. Die Aschefontäne in der Nacht zu Freitag war besonders groß. Die Behörden versetzten die Menschen in Alarmbereitschaft. Evakuierungen gab es zunächst nicht. Der Vulkan war im vergangenen Jahr schon einmal ausgebrochen. Opfer gab es dabei nicht. Indonesien hat mehr als 130 aktive Vulkane.

Die Behörden beobachteten die Lage, sagte der Sprecher des Transportministeriums. Wann die Flughäfen wieder öffnen, werde kurzfristig entschieden.

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Vulkan Raung stößt Asche und Lava aus; Foto: Reuters

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Wolken, im SW etwas Regen -1/5°

In den Niederungen im Norden und Osten sowie am Alpenostrand steigen die Chancen auf Lücken in der feuchten Schicht und damit auf ein paar Sonnenstrahlen. Von Südwesten ziehen aber mehr und mehr Wolken auf und sorgen bis zum Abend vor allem in Tirol und Vorarlberg sowie später auch in Salzburg und Osttirol für Regen. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 900 und 1500m Seehöhe. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Süd bis West. Die Nachmittagstemperaturen umspannen 2 bis 11 Grad, mit den höchsten Werten in mittleren Höhenlagen. Heute Nacht: In der Nacht auf Samstag breiten sich von Westen mehr und mehr dichte Wolken aus, die anfangs in Vorarlberg und Tirol Regen, in Lagen oberhalb von 900 bis 1400m Seehöhe Schneefall bringen. Bis zum Morgen breiten sich die leichten Niederschläge entlang der Alpennordseite bis Oberösterreich aus. Weiter im Osten und Südosten startet die Nacht hingegen anfangs noch aufgelockert bewölkt, stellenweise gibt es aber auch noch besonders hartnäckige Hochnebelfelder. Der Wind weht allgemein nur schwach bis mäßig bei Tiefsttemperaturen zwischen minus 4 und plus 3 Grad.
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