30. Jänner 2019 | 09:48 Uhr

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USA erwarten Rekord-Frost

-34 Grad! Chicago ist kälter als Antarktis

Einige Bundesstaaten riefen bereits Katastrophenfall aus.

Millionen Menschen im Mittleren Westen der USA müssen sich auf eine extreme Kältewelle mit Temperaturen von minus 34 Grad Celsius und darunter einstellen. Der Nationale Wetterdienst (NWS) warnte am Dienstag (Ortszeit) vor "lebensbedrohlichen, arktischen Winden" und gefühlten Temperaturen um die minus 45 Grad Celsius.

"Dies sind sehr gefährliche Bedingungen, die in weniger als fünf Minuten zu Erfrierungen auf ungeschützter Haut führen können", twitterte das NWS-Büro in Minneapolis. Rund 212 Millionen Einwohner müssten bis Donnerstag mit Werten unterhalb des Gefrierpunktes rechnen.

 

"Arktische Kälte"

Verantwortlich für die "arktische Kälte" ist der sogenannte Polarwirbel, ein Band kalter Westwinde, das normalerweise über dem Nordpol kreist. Wird der Wirbel geschwächt, kann die Luft in niedrigere Breiten entweichen. Zum Mittleren Westen der USA werden Illinois, Indiana, Iowa, Kansas, Michigan, Minnesota, Missouri, Nebraska, North Dakota, Ohio, South Dakota und Wisconsin gezählt.

Bis Mittwoch seien wegen der Kälte auf diversen Flughäfen mehr als 2.700 Flüge gestrichen worden, berichtete der Sender CNN. Besonders betroffen sei Chicago. Die Millionenmetropole im Staat Illinois wurde als "Epizentrum" der Kältewelle beschrieben - es werden dort Rekordwerte von minus 32 Grad Celsius erwartet.

Angesichts des brutalen Frosts müssen selbst die wettergeprüften Zusteller des US-Postdienstes vielerorts kapitulieren. Der USPS teilte mit, der Dienst werde in Iowa, Minnesota sowie in Teilen Wisconsins und Illinois' eingestellt. In vielen Bundesstaaten bleiben zudem Schulen und manche Universitäten geschlossen.

 

Mindestens zwei Kälte-Tote

Mindestens zwei Todesfälle werden der extremen Kälte zugeschrieben: In Milwaukee wurde am Dienstag ein 55-Jähriger tot aufgefunden, der zuvor vor seiner Garage Schnee weggeschaufelt hatte, wie CNN berichtete. In Rochester (US-Staat Minnesota) sei am Sonntag ein 22-Jähriger gestorben. Der Mann habe keine Schlüssel dabeigehabt und sei daher nicht ins Haus gekommen.

In Illinois rief Gouverneur J.B. Pritzker den Katastrophenfall aus. "Das kalte Wetter, das sich zwischen Dienstagabend und Donnerstagfrüh auf den Weg zu uns macht, könnte uns Temperaturen bringen, die wir vorher noch nicht erlebt haben. Sie stellen eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit der Menschen im ganzen Staat dar", schrieb Pritzker.

Auch der Gouverneur von Wisconsin, Tony Evers, erklärte den Katastrophenfall. Im Bundesstaat Iowa, wo ähnliche Tiefstwerte erwartet werden, empfiehlt die zuständige NWS-Zweigstelle Bürgern, "tiefe Atemzüge" zu vermeiden und so wenig zu sprechen wie möglich: "Das hier ist die kälteste Luft, die viele von uns jemals erlebt haben", hieß es in ihrem Wetterbericht von Dienstagfrüh (Ortszeit). "Das hier ist kein Fall von: "Na ja, es ist Iowa im Winter und diese Kälte kommt nun einmal vor."

Die gefühlten Temperaturen - in den USA spricht man von "Windchill"-Werten - liegen oft deutlich tiefer. Schon Dienstagfrüh wurden laut NWS im US-Staat Maine Werte von bis zu minus 49 Grad Celsius errechnet. Der "Windchill-Effekt" beschreibt die Abkühlung der Haut bei erhöhter Windgeschwindigkeit.

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Längeren Sonnenschein gibt es in Niederösterreich, Wien, dem Burgenland, der östlichen Steiermark sowie in Teilen Osttirols und in Unterkärnten. Sonst ziehen von Westen her stärkere Wolkenfelder durch mit zeitweiligem Regen, weiter nach Osten zu gibt es nur lokale Regenschauer, vor allem am Nachmittag über den Bergen. Der Wind weht meist schwach bis mäßig, an der Alpennordseite mitunter auch etwas auflebend aus West bis Nordwest. Tageshöchsttemperaturen 17 bis 25 Grad, mit den höchsten Temperaturen im Osten. Heute Nacht: Am Abend und in der Nacht gibt es besonders entlang des Alpennordrandes regional etwas Regen oder ein paar Regenschauer, nach Mitternacht vorübergehend auch örtlich im Osten. Weiter im Süden und nach Mitternacht auch ganz im Westen wird es trockener. Es weht schwacher bis mäßiger Wind aus West- bis Nordwest. Die Tiefsttemperaturen der Nacht liegen zwischen 8 und 15 Grad, mit den höchsten Temperaturen im Osten.
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