11. Juli 2017 | 13:39 Uhr

Bei Flughafen Schwechat

Tornado zog einen Kilometer lange Spur der Verwüstung

Schadenspur von mindestens einem Kilometer Länge.

Tornados sind in Österreich gar nicht so selten: Von 1951 bis 2010 wurden geschätzt rund 100 Tornados in Österreich registriert. Am Montagnachmittag war es in der Schwechater Gegend wieder einmal soweit. Eine Windsäule entstand und legte laut Experten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) eine zumindest einen Kilometer lange Schadenspur, vor allem durch Getreidefelder.

Tornado_APA2.jpg © APA/privat

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Auslöser für den Wirbelsturm war eine sogenannte Superzelle, besonders starke Gewitterzellen, die nur unter bestimmten Bedingungen entstehen. Eine solche zog am Nachmittag aus dem Wienerwald entlang der südlichen Wiener Stadtgrenze bei den Bezirken Liesing, Favoriten und Simmering und sorgte auch für größere Hagelniederschläge.

Tornado Flughafen Wien Schwechat 10. Juli 2017 AUA Flugzeug © APA/NÖLFK

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Rainer Kaltenberger und Georg Pistotnik von der ZAMG untersuchten am Dienstag die Spur des Tornados. Superzellen sind Gewittertürme mit vertikaler Rotation. Personen mit entsprechender Vorkenntnis könnten das sogar mit freiem Auge erkennen. Sie entstehen demnach, wenn unterschiedliche Windrichtungen und Stärken in unterschiedlichen Höhen zusammenkommen, erläuterte Kaltenberger.

Im Fall der Superzelle vom Montag gab es bei St. Pölten Westwind, während im Wiener Raum der Wind aus östlicher Richtung blies. Diese Luftmassen prallten aufeinander und ließen so die Superzelle entstehen. "Ein Tornado erfordert immer eine Superzelle", sagte Kaltenberger.



Tornados sind Wirbelstürme, die bei großen Temperaturunterschieden entstehen. Sie haben die Gestalt eines rotierenden Schlauchs, der von einer Regenwolke bis zum Erdboden reicht. Trotz ihres relativ geringen Umfangs verfügen sie aufgrund der Rotationsgeschwindigkeit über die stärkste Energie aller Wirbelstürme. Die Windgeschwindigkeit innerhalb des Wirbels mit einem Durchmesser von einigen Dutzend bis zu wenigen 100 Metern kann in Extremfällen bis zu 500 km/h betragen. Schon nach relativ kurzer Zeit verschwinden die Wirbel wieder, können aber innerhalb ihrer kurzen Lebensdauer bis zu etwa 30 Kilometer weit ziehen.

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Superzellen werden laut Pistotnik in Österreich nicht systematisch registriert. Seinen Schätzungen zufolge werden höchstens zehn Prozent der Gewitter in Österreich "oder weniger" zu Superzellen. "An den meisten Gewittertagen gibt es keine einzige", sagte Pistotnik.

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Von SW Störungsaufzug. -3/+4°

Mit einer schwachen Störungszone von Südwesten her ziehen recht verbreitet Wolkenfelder über den Himmel oder es halten sich Nebel und Hochnebel. An der Alpensüdseite beginnt es im Tagesverlauf immer häufiger zu schneien oder zu regnen und gegen Abend breitet sich der Regen auch in den Osten Österreichs aus. In vielen Regionen besteht Glatteisgefahr. Die Schneefallgrenze liegt von West nach Ost zwischen 800 und 1500m Seehöhe. Nachmittags bessert sich das Wetter im Westen und an der Alpennordseite tendenziell und es gibt sonnige Phasen. Der Wind weht meist schwach. Tageshöchsttemperaturen minus 2 bis plus 7 Grad, mit den höchsten Werten im Westen und mittleren Höhenlagen. Heute Nacht: In der Nacht regnet es zunächst im Südosten und im Osten noch ein wenig, dabei besteht Glatteisgefahr. Die Schneefallgrenze liegt um 1500m Seehöhe. Später bleibt es dann meist niederschlagsfrei, die Wolken lockern aber nur regional ein wenig auf. Über den Niederungen halten sich Nebelfelder hartnäckig. Erst in den frühen Morgenstunden beginnt es im äußersten Südwesten zu schneien. Der Wind weht in den Niederungen meist nur schwach, im Bergland kommt lebhafter Südwind auf. Tiefsttemperaturen minus 10 bis 0 Grad.
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