02. April 2016 | 07:46 Uhr

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Alles blüht

Sommer-Frühstart: Natur spielt verrückt

Dank einer massiven Mittelmeer-Strömung ist es aktuell bei uns wärmer als in Spanien.

Auf unglaubliche 26,3 Grad kletterten Donnerstagmittag in Waidhofen an der Ybbs die Thermometer. Glaubt man den Meteorologen, war das noch längst nicht alles. Denn dank einer starken Süd-Strömung wartet auch das gesamte Wochenende lang warmes und sonniges Frühlingswetter auf uns. Am Sonntag sind laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) dann erneut bis zu 26 Grad möglich! Vergleich: In Spanien ist es aktuell um 10 Grad kühler!

>> Die detailgenaue Wetter-Prognose fürs Wochenende

Bereits der März war heuer deutlich wärmer als normal
Neueste Auswertungen der Wetterexperten zeigen dabei: Auch der März war schon milder und schneeärmer als üblich. Um 0,8 Grad lag die Temperatur über dem langjährigen Mittel, wobei es im Osten wärmer war als im Westen. "In einigen Regionen fiel sogar um 50 bis 85 % weniger Niederschlag als im vieljährigen Mittel", erklärt Klimaforscher Alexander Orlik von der ZAMG.

>> Wird das der wärmste April aller Zeiten?

Schon 100 verschiedene Bienenarten unterwegs

Die Folge für die Natur: Millionen Bäume und Sträucher stehen jetzt schon in Vollblüte. Berühmtestes Beispiel: die Wachauer Marillen. Zugleich schwirren schon jetzt, Anfang April, Wildbienen, Hummeln, Wespen &Co. durch die Lüfte. "Allein im Großraum Wien dürften aktuell schon 100 verschiedene Bienenarten unterwegs sein", sagt Johann Neumayer, Bienenexperte vom Salzburger Naturschutzbund.

Klimawandel ist schuld an Frühlings-Frühstart
Um 2,7 Grad lag der Winter heuer über dem langjährigen Mittel und katapultierte sich so auf Platz zwei der wärmsten Winter der knapp 250-jährigen Messgeschichte. Fix ist schon längst: mit Zufall hat das schon lange nichts mehr zu tun.

Klimaexperten sind überzeugt: Die immer milder werdenden Winter und auch die derzeit überdurchschnittlich warmen Temperaturen sind bereits die ersten Vorboten des weltweiten Klimawandels. "Der Frühling rückt immer weiter nach vorne, das ist schon ein Anzeichen für die Klimaveränderung", erklärt Hannes Augustin vom Naturschutzbund gegenüber ÖSTERREICH.

Pollenwarndienst: Jetzt startet auch Birken-Blüte
Nach der Erle und der Hasel sind jetzt die Hainbuchen und Birken dran. Aufgrund des warmen Wetters dürfte es am Wochenende sogar zu einer besonders hohen Belastung kommen.




 

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Meist trüb und regnerisch. 11/17°

Eine Kaltfront schiebt sich von Westen langsam über Österreich. Im Westen, später auch im Nordwesten gibt es bereits vormittags einige Regenschauer, sonst ist es meist wieder trocken und vor allem im Süden und ganz im Osten noch länger sonnig. Am Nachmittag und Abend kommt es dann überall zu teils kräftigen Regengüssen, im Süden und ganz im Osten auch zu lokalen Gewittern. Der Wind frischt mit Störungsdurchgang mäßig bis lebhaft aus West bis Nordwest auf, einzelne Gewitterzellen können lokal auch stürmische Böen mit sich bringen. Tageshöchsttemperaturen in der Westhälfte 17 bis 23 Grad, in der Osthälfte 24 bis 30 Grad, mit dem Regen kühlt es aber nachmittags überall ab. Heute Nacht: Am Abend und in der Nacht bleibt es dicht bewölkt und vielerorts gehen weitere Regenschauer, im Osten und Südosten zunächst auch noch örtlich Gewitter nieder. Der Wind bläst ganz im Osten zunächst noch mäßig bis lebhaft aus Nordwest. Die Tiefsttemperaturen der Nacht liegen meist zwischen 10 und 17 Grad.
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