23. Oktober 2014 | 09:35 Uhr

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Extreme Niederschläge

Schneechaos in Salzburg

Die Tauernautobahn musste gesperrt werden. 21 Feuerwehreinsätze nach Überschwemmungen im Flachgau.

Die starken Niederschläge haben seit der Nacht auf Donnerstag im Bundesland Salzburg zu kleinen Überschwemmungen und Verkehrsbehinderungen wegen des Schnees geführt. So musste die Tauernautobahn am Vormittag im Bereich des Katschberg- und auch des Tauerntunnels in Fahrtrichtung Salzburg wegen hängen gebliebener Fahrzeuge bzw. eines umgestürzten Baumes gesperrt werden, so die Polizei.

71cm Neuschnee:
In den Gebirgsgauen war es der Schnee, der vielerorts zu Behinderungen führte. Teils blieben Fahrzeuge hängen, teils knickten Bäume durch die Schneelast und blockierten die Straßen, so zum Beispiel auf der Pass-Thurn-Straße bei Mittersill (Pinzgau), die wegen umgestürzter Bäume komplett gesperrt war. Auch die Verbindung zwischen Filzmoos im Pongau und der steirischen Ramsau war unterbrochen. Auf allen höher gelegenen Verbindungen herrschte Kettenpflicht für Lastwagen, zum großen Teil auch für Autos. Die Großglockner Hochalpenstraße ist bereits seit Mittwoch früh gesperrt.

Überschwemmungen im Flachgau:
In den niedriger gelegenen Gegenden standen wegen des starken Regens mehrere Unterführungen oder Keller unter Wasser. Die Feuerwehr vermeldete am Vormittag insgesamt 21 Einsätze durch 14 Feuerwehren, die Hälfte davon im Flachgau wegen Auspumparbeiten. In den Gebirgsbezirken beschäftigten vor allem gebrochene Bäume die Hilfskräfte, sagte ein Sprecher des Landesfeuerwehrkommandos.

Keine Beruhigung in Sicht:
Die Niederschlagsmengen sind groß: In den Nordstaulagen des Alpenhauptkammes wurden bis zum Vormittag verbreitet 50 bis 70 Liter pro Quadratmeter registriert, sagte Josef Haslhofer von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) Salzburg. Auf der Schmittenhöhe bei Zell am See wurden 71 Zentimeter Neuschnee gemessen, auf der Loferer Alm waren es 58 Zentimeter. In St. Michael im Lungau lag am Donnerstag im Ort eine 15 bis 20 Zentimeter hohe Schneedecke. Das dürfte aber noch nicht alles gewesen sein. Nach Angaben des Meteorologen sind bis Freitagmittag noch bis zu 80 Liter Regen bzw. 80 Zentimeter Schnee zu erwarten, wobei der Schwerpunkt weiterhin im Nordstau - vor allem im Tennengau und Salzkammergut - liegen soll.

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Von SW Störungsaufzug. -3/+4°

Mit einer schwachen Störungszone von Südwesten her ziehen recht verbreitet Wolkenfelder über den Himmel oder es halten sich Nebel und Hochnebel. An der Alpensüdseite beginnt es im Tagesverlauf immer häufiger zu schneien oder zu regnen und gegen Abend breitet sich der Regen auch in den Osten Österreichs aus. In vielen Regionen besteht Glatteisgefahr. Die Schneefallgrenze liegt von West nach Ost zwischen 800 und 1500m Seehöhe. Nachmittags bessert sich das Wetter im Westen und an der Alpennordseite tendenziell und es gibt sonnige Phasen. Der Wind weht meist schwach. Tageshöchsttemperaturen minus 2 bis plus 7 Grad, mit den höchsten Werten im Westen und mittleren Höhenlagen. Heute Nacht: In der Nacht regnet es zunächst im Südosten und im Osten noch ein wenig, dabei besteht Glatteisgefahr. Die Schneefallgrenze liegt um 1500m Seehöhe. Später bleibt es dann meist niederschlagsfrei, die Wolken lockern aber nur regional ein wenig auf. Über den Niederungen halten sich Nebelfelder hartnäckig. Erst in den frühen Morgenstunden beginnt es im äußersten Südwesten zu schneien. Der Wind weht in den Niederungen meist nur schwach, im Bergland kommt lebhafter Südwind auf. Tiefsttemperaturen minus 10 bis 0 Grad.
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