02. Februar 2015 | 06:12 Uhr

lawine.jpg © Getty Images (Symbolfoto)

Kitzbühel

Lawinenabgang fordert Todesopfer

Der 18-Jährige war am Mittwoch von einer Lawine verschüttet worden.

 Ein beim Lawinenabgang am Kitzbüheler Horn vergangenen Mittwoch schwerverletzter Skifahrer ist nach Angaben der Polizei am Sonntag verstorben. Der 18-Jährige war gemeinsam mit seinem 19-jährigen Begleiter von einem Schneebrett mitgerissen worden. Während ersterer jedoch unter zwei Meter hohen Schneemassen begraben wurde, wurde der 19-Jährige nur teilweise verschüttet und leicht verletzt.

Lebensgefahr in den Bergen
Obwohl nur die Warnstufe 3 von 5 erreicht wurde, waren am Wochenende Bergretter und Alpinpolizisten im Dauereinsatz. Fast überall gingen schwere Lawinen ab und begruben Dutzende von Wintersportlern. Die meisten Zwischenfälle gingen glimpflich aus, die Opfer konnten sich selbst ausgraben oder wurden von Einsatzkräften geborgen.

In Damüls im Bregenzer Wald (Vorarlberg) aber starb ein Ehepaar aus dem Großwalsertal: Sie lösten unterhalb des Gipfels des Portlahorns ein 220 Meter langes und 70 Meter breites Schneebrett aus und wurden verschüttet. Eine halbe Stunde später stießen drei Skitourengeher auf den Lawinenkegel. Zunächst gelang es ihnen, die Frau zu befreien, anschließend ihren Mann. Während für den 44-Jährigen jede Hilfe zu spät kam, gelang die Wiederbelebung der 32-Jährigen. Sie wurde in die Klinik nach Innsbruck geflogen, starb aber in der Nacht.

Die Polizei jagt nach zwei flüchtigen Skifahrern
Eine Lawine am Hochkar (NÖ), durch die Samstagmittag ein Skifahrer schwer verletzt worden ist, wurde laut Polizei von zwei Variantenfahrern ausgelöst. Die Verursacher seien geflüchtet, ohne Hilfe zu leisten. Bei dem Opfer handelt es sich um einen 30-Jährigen aus dem Bezirk St. Pölten. Der Skifahrer war teilverschüttet worden. Christophorus 10 flog den Mann ins Landesklinikum Amstetten, wo ein Unterschenkelbruch festgestellt wurde.

Zum Unfallhergang hieß es, dass alle drei Skifahrer von der Lawine mitgerissen wurden. Doch nur der 30-Jährige ist teils verschüttet worden.

laho.jpg © Bergrettung NÖ
Foto: Bergrettung NÖ

Pensionist harrte neun Stunden in Lawine aus
Neun Stunden musste ein Pensionist am Samstag bei extremen Temperaturen ausharren, ehe er sich selbst aus der Eishölle befreien konnte. Der Tourengeher unternahm von Seewiesen im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag aus alleine eine Skitour zum 1.700 Meter hohen Oischinggipfel. Bei der Abfahrt durch eine steile Rinne löste er aber eine Lawine aus, die ihn rund 500 Meter mitriss und bis zum Kopf verschüttete. Weil er nicht nach Hause kam, alarmierte seine Frau die Bergrettung, die eine groß angelegte Suchaktion mit 50 Einsatzkräften und Hubschrauber startete.

Während die Suche anlief, konnte sich der Obersteirer selbst aus befreien. „Er war aber so erschöpft und unterkühlt, dass er danach nichts mehr unternehmen konnte“, schildert der Einsatzleiter. Nach neun Stunden konnte er schließlich geortet und geborgen werden.

 

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Viele Wolken und trüb, zeitweise Regen, 2/10°

Störungseinfluss sorgt recht verbreitet für trübe Wetterverhältnisse. In den meisten Landesteilen ist es dicht bewölkt. Lediglich im Südwesten scheint die Sonne immer wieder kurz. Mit Regenschauern ist fast im ganzen Land zu rechnen. Der Schwerpunkt liegt am Vormittag in der Osthälfte und verlagert sich am Nachmittag in die Westhälfte bzw. in das Bergland. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 800 und 1300m Seehöhe. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Nord bis Ost. Tageshöchsttemperaturen 6 bis 13 Grad, mit den höchsten Werten im Westen. Heute Nacht: In der Nacht auf Sonntag lockert die Bewölkung nördlich des Alpenhauptkammes auf und die Schauer gehen dort gänzlich zurück. Weiter im Süden und Osten und Nordosten halten sich länger kompakte Wolken und der eine oder andere Regenschauer ist auch noch möglich. Erst in den frühen Morgenstunden lockert die Bewölkung hier allmählich auf. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 700 und 1000m Seehöhe. Der Wind weht meist nur schwach, nur im westlichen Donautal sowie dem Innviertel teils mäßig, aus Nordost bis Südost. Die Tiefsttemperaturen der Nacht liegen zwischen minus 3 und plus 4 Grad. Am kältesten wird es inneralpin.
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