22. Februar 2017 | 07:10 Uhr

baer.jpg © APA (Zoo Salzburg, Archiv)

Frühling im Anmarsch

Jetzt wachen die Bären auf

Die ersten Tiere verlassen ihre Höhlen und gehen auf Beutesuche.

Das ungewöhnlich warme Wetter mit Temperaturen um die 17 Grad hat die Braunbären in Norditalien aus dem Winterschlaf geweckt. Die ersten Tiere hätten ihre Höhlen im Friaul verlassen und seien bereits gesichtet worden, hieß es in italienischen Medien. Auch in Österreich seien schon Braunbären munter, berichtete der Kärntner Biologe Bernhard Gutleb am Dienstag.

"Der kurze Winterschlaf ist auch unter den Bären im Trentino häufig, was mit dem Mangel an Schnee zusammenhängt. Vor allem in diesem Jahr hat es sehr wenig geschneit", sagte Piero Genovesi vom Institute for Environmental Research and Protection (ISPRA) in der Tageszeitung "La Repubblica". Bären seien zu dieser Jahreszeit gefährlich, hieß es, denn die Natur biete den bis zu 700 Kilogramm schweren Tieren noch wenig Nahrung. "Bären müssen sich in einer Jahreszeit auf die Suche nach Nahrung machen, in der es wenig gibt und das ist für sie ein Stressfaktor", so Genovesi.

Hälfte der Bären in Kärnten schon wach

Bärenanwalt Bernhard Gutleb sieht das hingegen anders. Er könne keine gesteigerte von Bären ausgehende Gefahr erkennen. "Braunbären stehen jedes Jahr unabhängig von der Temperatur um diese Zeit, Mitte bis Ende Februar, auf. Sie holen sich dann das Fallwild aus Lawinen", erklärte der Kärntner Biologe. "Gefährlicher werden sie so oder so nicht. Ihr Körper ist den langen Winterschlaf gewohnt, es handelt sich dabei um einen ganz natürlichen Ablauf."

An Körpergewicht würden die Bären ohnehin erst ab etwa Juni/Juli zulegen, erläuterte Gutleb, da sie erst in den Sommermonaten Kohlehydrate finden. Er habe sich zwar noch nicht auf Spurensuche begeben, doch von den derzeit in Kärnten lebenden fünf bis acht Braunbären sei "sicher schon die Hälfte wach. Die anderen stehen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in den nächsten Tagen auf."

 

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Immer wieder Regenschauer. 4/15°

Eine atlantische Störungszone zieht heute tagsüber in abgeschwächter Form über Österreich. Am Nachmittag lockern die Wolken im Westen teils wieder auf, in der Osthälfte ist es mit verbreiteten Regenschauern stark bewölkt. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 1500 und 1900m. Zwischenzeitliche Auflockerungen lassen Haufenwolken wieder anwachsen und neuerlich Regenschauer entstehen, im Südosten sind auch ein paar Blitze möglich. Der Wind aus West bis Nordwest und frischt im Donauraum lebhaft auf. Nachmittagstemperaturen 11 bis 18 Grad. Heute Nacht: Im Süden und Südosten halten sich noch Restwolken und anfangs gehen dort noch Schauer nieder. Sonst verläuft die Nacht vielfach gering oder veränderlich bewölkt. Zum Morgen hin bilden sich lokale Nebelfelder. Der Wind weht schwach. Tiefsttemperaturen der kommenden Nacht minus 2 bis plus 5 Grad.
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