19. August 2017 | 08:45 Uhr

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Über 130km/h

Heftiger Orkan verwüstet Teile Österreichs

In Oberösterreich starben zwei Menschen. Es gibt zahlreiche Verletzte.

In der Nacht auf Samstag in ein Orkan mit teilweise bis zu 130km/h über Teile Österreichs gefegt. Im Innviertel stürzte ein Festzelt ein: zwei Menschen starben, zehn weitere wurden schwer verletzt. In Salzburg wurden mindestens sieben Menschen verletzt. Es gab zahlreiche Stromausfälle. Zudem kam es zu Problemen im Bahnverkehr.

Zu einer Tragödie kam es durch den Sturm in St. Johann am Walde (Braunau am Inn): ein Festzelt stürzte ein. Dabei starben zwei Menschen, teilte die Rettungsleitstelle Innviertel der APA mit. Bei dem Unglück in Oberösterreich gab es zudem zehn Schwerverletzte. Mindestens 40 Menschen wurden mittelschwer und leicht verletzt, hieß es weiter.

Diashow: Festzelt im Innviertel eingestürzt: Zwei Tote

Festzelt im Innviertel eingestürzt: 2 Tote
Festzelt im Innviertel eingestürzt: 2 Tote
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Festzelt im Innviertel eingestürzt: 2 Tote
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Festzelt im Innviertel eingestürzt: 2 Tote
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Festzelt im Innviertel eingestürzt: 2 Tote
Festzelt im Innviertel eingestürzt: 2 Tote

Zu einem kuriosen Einsatz musste die Feuerwehr Bad Ischl ausrücken. Der heftige Sturm riss ein Zirkuszelt um, Ziegen und Ponys rissen aus und irrten im Salzkammergut umher. Die Feuerwehrler mussten sie einfangen.  Mehr dazu hier

Wegen Blitzschlägen kam es zu zudem einigen Blackouts. Teilweise waren 150.000 Oberösterreicher ohne Strom. Mehr dazu hier

Salzburg

In Salzburg stürmte es gegen 22 Uhr besonders heftig. Einige Bäume stürzten um und kippten auf die Oberleitungen und Straßen. Es wurde Großalarm ausgelöst. "Es gab einen Stromausfall, der kurzfristig auch zu Liftgebrechen führte, wodurch auch Personen eingeschlossen waren, die befreit werden mussten", berichtet Reinhold Ortner, Chef der Salzburger Berufsfeuerwehr, gegenüber dem ORF. Im Flachgau und im Tennengau wurden einige Dächer abgedeckt, umstürzende Bäume verlegten die Straßen. Mehr als 1.000 Feuerwehrleute kamen auf rund 360 Einsätze.

Tirol

In Tirol (und Bayern) sorgte der Sturm für Probleme im Bahnverkehr. Wegen zahlreichen umgestürzten Bäumen musste der Zugverkehr auf der Korridorstrecke zwischen Kufstein und Salzburg gesperrt werden.

Vorarlberg

Auch in Vorarlberg kam es wegen des Unwetters zu zahlreichen Feuerwehr- und Polizeieinsätzen. Ein Baugerüst an einer Außenfassade wurde teils heruntergerissen und drohte auf die Straße zu stürzen. Noch während des Gewitters musste das Gerüst von der Baufirma demontiert werden. Die Brandnerstraße in Bürs war durch mehrere umgestürzte Bäume blockiert und musste bis ca. 22:45 Uhr für die Aufräumarbeiten gesperrt werden. Ebenfalls in Bürs wurden Baustellenzäune auf die Fahrbahn geweht und wurden von freiwilligen Helfern bzw. der Feuerwehr entfernt.