05. Mai 2017 | 11:00 Uhr

schnee69.jpg © TZ ÖSTERREICH (Archiv)

Wintereinbruch

Frost-Schock: Eisheilige bringen Schnee bis in die Täler

Die Eisheiligen kommen heuer früher als sonst - mit Schnee bis in tiefe Lagen.

Nach einem wechselhaften Wochenende ( siehe Detail-Prognose ) kündigt sich für Dienstag wieder ein Wintereinbruch an - mit Schnee bis in tiefe Lagen!

Frost
Hinter einer Tiefdruckzone über Osteuropa entwickelt sich ab Sonntag eine nördliche Strömung, die eiskalte und feuchte Höhenluft vom Polarkreis bis zum Alpenraum transportiert. Damit sinken die Temperaturen ab Montag wieder deutlich ab und werden am Dienstag und in der Nacht auf Mittwoch den Tiefpunkt erreichen - in weiten Teilen Ostösterreichs können die Werte wieder in den Frostbereich fallen.

Schnee
Dazu stauen sich an der Alpennordseite von Tirol bis nach Niederösterreich dichte Wolken, die Schnee und Regen bringen. Die Schneefallgrenze liegt am Montag noch auf 1.800 Metern und sinkt am Dienstag in den Morgenstunden kurzzeitig bis auf 500 Meter ab. Auch untertags erwärmt sich die Luft kaum, mit Temperaturen von 3 bis 10 Grad bleibt es für die Jahreszeit deutlich zu kalt. Im Süden bleibt es mit leichtem Nordföhn wärmer mit bis zu 14 Grad.

Erst am Donnerstag gelangt mit einer Drehung der Höhenströmung auf West wieder wärmere Luft nach Österreich.

An den Eisheiligen ist was dran
Meteorologische Beobachtungen zeigen, dass an der jahrhundertealten Bauernweisheit der "Eisheiligen" (12.-15. Mai) tatsächlich etwas dran ist. "Pankrazi (am 12. Mai, Anm.), Servazi, Bonifazi sind drei frostige Bazi. Und zum Schluss fehlt nie die kalte Sophie", heißt es. In einigen Regionen zählt auch der Mamertus-Tag am 11. Mai dazu.

So kommt es zu Kaltlufteinbrüchen im Mai
Daten der Zentralanstalt für Meteorologie (ZAMG) zeigen, dass es regelmäßig im Mai zu Kaltlufteinbrüchen kommt. Allerdings um etwa eine Woche verschoben, also zwischen dem 20. und 25. Mai. Der Ursache dieser Verspätung liegt aber nicht das Wetter, sondern die Gregorianische Kalenderreform 1582 zugrunde. Damals wurden zehn Tage ausgelassen, um die nach hinten verschobene Tagundnachtgleiche wieder an den 21. März zu bringen.

Grund für das Auftreten der Eisheiligen ist, dass sich im Mai der europäische Kontinent deutlich schneller aufheizt als das umgebende Meer. An der Grenze von Warm und Kalt entstehen Tiefdruckgebiete, die polare Kaltluft bis Mitteleuropa bringen können.

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Vor allem im SW sonnig. 13/24°

Anfangs scheint vor allem im Osten und Südosten noch die Sonne, doch schon bald erfassen dichte Wolken das ganze Land. Danach zeigt sich die Sonne kaum noch. Im Westen und Nordwesten ist es bereits von der Früh weg trüb und nass. Im Tagesverlauf verlagert sich der Niederschlagsschwerpunkt langsam ostwärts. Trocken bleibt es vermutlich nur ganz im Osten, Südosten und Süden. Der Wind weht meist schwach bis mäßig, im Nordosten auch lebhaft aus West bis Nordwest. Tageshöchsttemperaturen 14 bis 22 Grad, mit den höchsten Werten im trockenen Südosten. Heute Nacht: In der Nacht auf Samstag ist es verbreitet dicht bewölkt und oft regnerisch. Der Niederschlagsschwerpunkt liegt zwischen dem Flachgau und dem Mariazeller Land. Am längsten trocken ist es ganz im Süden und ganz im Westen. Hier lockert es auch in der zweiten Nachthälfte immer öfter auf. Der Wind weht meist schwach bis mäßig, an der Alpennordseite am Morgen auch lebhaft aus West. Tiefsttemperaturen der Nacht 8 bis 16 Grad.
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