28. April 2019 | 15:36 Uhr

Lawine Symbolbild © Symbolbild / Getty Images

Drama in den Schweizer Bergen

Vier deutsche Skiwanderer von Lawine getötet

Vier Skiwanderer aus Deutschland wurden bei einem Lawinenabgang in den Schweizer Bergen getötet. 

Vier Skiwanderer aus Deutschland sind bei einem Lawinenabgang in der Schweiz getötet worden. Die Gruppe sei am Freitag nicht von einer Tour in das Gebiet der Grünhornlücke in den Berner Alpen zurückgekehrt, teilte die Kantonspolizei Wallis am Sonntag mit. Die Angehörigen seien bereits informiert.
 
Einem Sprecher des Deutschen Alpenvereins (DAV) zufolge waren alle Opfer Mitglieder der Sektion Düsseldorf des Bergsportvereins. Mindestens zwei der Tourengeher galten als sehr erfahren.
 
Ein Hüttenwart habe die Rettungskräfte am Freitag alarmiert, hieß es von der Kantonspolizei. Noch am selben Abend sei ein erster Suchflug gestartet. Dabei seien mehrere Lawinenabgänge entdeckt worden, die Gruppe aber zunächst nicht. Erst am Samstagnachmittag wurden die Leichen der vier Tourengeher auf einer Höhe von 3.110 Metern zwischen dem Gebirgspass Grünhornlücke und der Konkordiahütte gefunden. Spezielle Suchgeräte ermöglichten die Ortung unter den Schneemassen.
 
Die Gruppe sei bei der Abfahrt durch eine enge Gebirgsrinne von der Lawine erfasst worden, sagte Bergretter Reinhard Bittel, der an der Bergung beteiligt war. "Sie wurden quasi von hinten überrascht." Die Tourengeher wurden demnach zwischen einem und vier Meter tief unter Schnee begraben.
 
In der Gegend habe die Lawinenwarnstufe am Freitag auf der fünfteiligen Gefahrenskala bei drei gelegen, sagte Hans Winterberger-Lohner, Betreiber der Finsteraarhornhütte, von der aus die Gruppe aufgebrochen war. "Das ist eigentlich nichts besonderes." Auf dem Berg habe es etwas Wind und zeitweise Nebel gegeben, aber keine Wettersituation, die Lawinen begünstigt hätte.
 
Bei Stufe drei seien Touren in diesem Gebiet bei entsprechender Erfahrung durchaus möglich, sagte auch Bittel, der selbst Bergführer ist. Üblicherweise herrsche in diesem Gebiet während drei Viertel der Wintersaison Warnstufe drei. In diesem Winter sind nunmehr bereits 19 Menschen bei Lawinenabgängen in den Schweizer Bergen ums Leben gekommen.

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Im W und N teils sonnig, sonst trüb, 0/7°

Im Norden, Osten und Süden liegen über den Niederungen oft ganztägig Nebel- und Hochnebelfelder. Chancen auf sonnige Aufhellungen bleiben dort oft auch am Nachmittag nur gering. Im Bergland überwiegt hingegen anfangs sehr sonniges Wetter. Von Westen ziehen bereits am Vormittag kompakte Wolken einer Störungszone auf, die sich im Tagesverlauf nach und nach alpennordseitig ostwärts ausbreiten. Der Wind kommt aus Südost bis Südwest und weht am Alpennordrand sowie im Flachland des Ostens teilweise mäßig. Tageshöchsttemperaturen 3 bis 11 Grad, am wärmsten mit Föhneinfluss zwischen dem Bodensee und dem Mostviertel. Heute Nacht: Überwiegend trüb durch Hochnebel verläuft die Nacht im Osten. In den westlichen Landesteilen sind dichte Wolken und zeitweiliger Regen zu erwarten. Schnee fällt erst oberhalb von rund 1200m bis 1700m Seehöhe. Der Wind weht schwach bis mäßig, im Bergland zum Teil lebhaft aus Südost bis Süd. Tiefsttemperaturen der kommenden Nacht minus 4 bis plus 4 Grad.
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