20. März 2018 | 10:14 Uhr

Kälte Wien © APA/ROLAND SCHLAGER

So frieren wir zum Frühlingsstart

Bibber-Kälte friert Österreich ein

Die Höchsttemperaturen liegen heute zwischen minus 1 und plus 5 Grad.

Prognostizierte Höchsttemperaturen um drei Grad lassen einen kaum daran denken, dass heute um 17.15 Uhr der Frühling beginnt. Es ist damit einer der kältesten Starts in diese Jahreszeit seit Beginn der Aufzeichnungen, wie die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Montag mitteilte.

"Die Höchsttemperatur liegt am Dienstag zum Beispiel in Landeshauptstädten nur um drei Grad Celsius. Das ist sehr nahe an den tiefsten jemals am 20. und 21. März gemessenen Temperaturen. Denn die Kälterekorde zu Frühlingsbeginn liegen in den Landeshauptstädten um null Grad Celsius", sagte Alexander Orlik, Klimatologe der ZAMG.

Die Rekorde der tiefsten jemals in Österreich gemessenen Höchsttemperatur an einem 20. oder 21. März werden heuer aber knapp nicht erreicht. Sie liegen in den Landeshauptstädten zwischen minus 0,8 in Innsbruck (1958) und plus 0,6 Grad in Linz (1958). Wertet man alle Wetterstationen der ZAMG unter 1.000 Meter Seehöhe aus, sind die Rekordhalter Rohrbach in Oberösterreich (1958) und Oberleis in Niederösterreich (1980). Hier kam damals die Temperatur den ganzen Tag nicht über minus 3,7 Grad hinaus.

So wird das Wetter zum Frühlingsbeginn

Zeitweise sonnig ist es am Dienstag im Süden und teils auf den Bergen im Westen des Landes. Sonst ist es zunächst im Großteil des Landes dicht bewölkt und vor allem entlang der Alpennordseite sowie im Osten gibt es auch noch regional unergiebigen Schneefall. Am Nachmittag schneit es dann nur noch im Bergland der Alpennordseite zeitweise, sonst bleibt es schon meist trocken und auch die Wolken lockern gebietsweise etwas auf. Der Wind weht mäßig, auf den Bergen und im Osten teils auflebend aus West bis Nordwest. Tageshöchsttemperaturen minus 1 bis plus 5 Grad.

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Weiterer Verlauf

Am Mittwoch gibt es bis in den Nachmittag hinein in allen Landesteilen einen Mix aus etwas Sonnenschein und vielen dichten Wolken. Besonders dicht sind diese im nördlichen Alpenvorland. Hier muss außerdem immer wieder mit Schneefall gerechnet werden. Generell beruhigt sich aber bis zum Abend das Wetter zunehmend. Damit kann sich auch die Sonne langsam durchsetzen. Die Temperaturen orientieren sich an jenen des Vortages.

Mit verbreitetem Sonnenschein beginnt der Donnerstag. Von Westen ziehen jedoch im Tagesverlauf Wolken einer Warmfront auf, die bis zum Abend auch das östliche Flachland, den Alpenostrand sowie auch das Grazer Becken erreichen. Außerdem muss entlang der Alpennordseite zwischen Vorarlberg und dem westlichen Niederösterreich mit einsetzendem Niederschlag gerechnet werden. Die Schneefallgrenze liegt zwischen tiefen Lagen und etwa 500 Meter Seehöhe. Nachmittags gibt es zwei bis acht Grad.

Südlich des Alpenhauptkammes präsentiert sich das Wetter am Freitag meist von seiner sonnigen und trockenen Seite. Überall sonst dominieren jedoch dichte Wolken. Vor allem von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich muss bei einer Schneefallgrenze zwischen 600 und 1.000 Meter Seehöhe noch mit lokalem Niederschlag gerechnet werden. Während von Vorarlberg bis Oberösterreich während der Nachmittagsstunden die Chancen auf Sonnenschein steigen, bleibt es weiter im Osten oft noch dicht bewölkt. Die Quecksilbersäule steigt auf drei bis zehn Grad.

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In den Niederungen Nebel, sonst Sonne, -10/1°

Hoher Luftdruck ist zur Wochenmitte in Österreich wetterbestimmend. Damit scheint die Sonne in den meisten Landesteilen von einem nahezu wolkenlosen Himmel. Lediglich im Osten, am Alpenostrand, in Unterkärnten sowie auch in der Südoststeiermark gibt es zunächst lokale Nebel- oder Hochnebelfelder von unterschiedlicher Beständigkeit. Der Wind aus Ost bis Süd weht im östlichen Flachland, im Wiener Becken sowie auch generell an der Alpennordseite mäßig bis lebhaft. Die Tageshöchsttemperaturen in den Niederungen im Osten minus 5 bis plus 2 Grad. In mittleren Höhenlagen im Westen werden bis 9 Grad erreicht. Heute Nacht: Abseits der typischen Nebelgebiete verläuft die Nacht auf Donnerstag in weiten Teilen wolkenlos und klar. In den Niederungen, vor allem aber im Norden und Osten, im Waldviertel sowie verbreitet im Burgenland breiten sich bis zum Morgen wieder Nebel und Hochnebel aus. Der Wind kommt aus Ost bis Süd und weht im Osten anfangs noch mäßig. Die Temperaturen umspannen in der Nacht minus 15 bis minus 2 Grad.
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