29. Oktober 2012 | 05:37 Uhr

schnee_ap.jpg © AP

Wintereinbruch

Schnee löst Chaos in Teilen Europas aus

Früher Wintereinbruch: In Frankreich und Polen insgesamt sechs Tote.

Der ungewöhnlich frühe Wintereinbruch hat in Teilen Europas mit Kälte, Schneefall und heftigen Stürmen für Chaos gesorgt. Behörden meldeten bisher insgesamt sechs Tote in Frankreich und Polen, zudem gab es etliche Verkehrsunfälle und Stromausfälle.

Erfroren
In Paris wurde nach einer kalten Nacht ein mutmaßlich erfrorener Obdachloser gefunden. Am Freitag waren bereits zwei Studenten auf dem Campus der Universität von Toulon gestorben, als sie durch heftige Regenfälle in einen unterirdischen Kanal stürzten.

Starker Wind
Außerdem wurden in Frankreich zwei Menschen als vermisst gemeldet, die Opfer der außergewöhnlich starken Stürme wurden. Ein 12-jähriges britisches Mädchen verschwand bei einem Fahrradausflug auf der Insel Porquerolles im Departement Var im Südwesten des Landes, als es von einer Windböe fortgerissen wurde. Nur sein Fahrrad wurde gefunden. In der Region Herault im Süden verschwand am Samstag ein Windsurfer nahe einem Strand. In mehreren zehntausend Haushalten gab es Stromausfälle.

Kein Strom

In Südosten von Polen starben zwei 52 und 56 Jahre alte Männer in der Kälte. Beide seien alkoholisiert gewesen, sagte eine Polizeisprecherin der Nachrichtenagentur PAP. Im Südwesten des Landes wurde zudem ein 53-jähriger Obdachloser tot aufgefunden. In der Gegend um Warschau waren 70.000 Menschen ohne Strom.

Viel Schnee
In einigen Regionen Deutschlands schneite es am Wochenende so stark wie noch nie in einem Oktober seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, teilte der Deutsche Wetterdienst mit. In den Bergen Süddeutschlands sei Schnee im Oktober nicht überraschend, doch auch in Teilen Thüringens und Sachsens sei eine Schneedecke von bis zu 20 Zentimetern gemessen worden.

Zahlreiche Unfälle
Der Wintereinbruch führte in der Schweiz zu zahlreichen Unfällen, die Windböen rissen zudem etliche Bäume um. Allein im Kanton Bern ereigneten sich binnen eines Tages fast 60 Unfälle, wie die Polizei mitteilte. Die Beteiligten kamen jedoch mit leichten Verletzungen davon. Im Kanton Freiburg kam es zu einer Karambolage mit acht Autos. Viele Fahrzeuge waren noch nicht mit Winterreifen ausgerüstet, zudem waren Bäume auf die Fahrbahn gestürzt. In der Nacht von Samstag auf Sonntag fielen laut Wetterdienst zehn Zentimeter Schnee.
 

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Kaltfront von NW, Gewitter+Abkühlung, 17/27°

Zunächst scheint verbreitet die Sonne, im Osten ist es oft sogar wolkenlos, im Westen zeigen sich bereits mehr Wolken. Bis auf den Südwesten ist es aber meist noch trocken. Im Tagesverlauf entstehen dann aber vor allem im Berg- und Hügelland hochreichende Quellwolken und folglich steigt die Schauer- und Gewitterneigung deutlich an. Am längsten trocken ist es im Nordosten und Osten. Der Wind weht, abseits von Gewittern, schwach bis mäßig aus unterschiedlichen Richtungen. Tageshöchsttemperaturen 28 bis 38 Grad, mit den höchsten Werten im Osten. Heute Nacht: Am Abend sind vor allem im Bergland und im nördlichen Alpenvorland noch letzte Gewitter aktiv, in der Nacht beruhigt sich aber das Wetter und Restwolken lichten sich. In den frühen Morgenstunden treffen mit der aufziehenden Kaltfront allerdings im Westen und Nordwesten allmählich Wolken mit teils gewittrigen Regenschauern ein. Der Wind weht abseits von Gewittern nur schwach. Tiefsttemperaturen 12 bis 24 Grad.
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