04. Dezember 2023 | 09:00 Uhr

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Blackout

Murtal 30 Stunden ohne Strom

Am Wochenende kam es im steirischen Murtal zu einem Ausfall der Stromversorgung, nachdem ein Hochspannungsleitungsmast eingeknickt war.

Am Samstagmorgen regnete es zunächst stark, bevor die Temperaturen rapide fielen. Ab acht Uhr setzte Schneefall ein. Mittags kam es schließlich zum Stromausfall, gefolgt vom Ausfall des Mobilfunknetzes: Ein Hochspannungsleitungsmast in Weißkirchen bei Judenburg knickte unter der Schneelast ein.

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Die Einsatzkräfte waren Stundenlang im Einsatz.

20.000 Haushalte ohne Strom

Für 20.000 Haushalte im Murtal begann eine 30-stündige Phase ohne Energieversorgung oder Kommunikationsmöglichkeit. Lediglich die Wasserversorgung funktionierte weiterhin. Die Bevölkerung wurde mittels Plakaten mit wichtigen Informationen versorgt. Bürgermeisterin Elke Florian aus Judenburg (SPÖ) betont, dass dies auch in Zukunft ausschließlich schriftlich erfolgen werde.

Bei einem landesweiten Blackout in Österreich gilt, dass nach 30 Minuten keine Telefonverbindung mehr besteht, "also sind Telefone sinnlos". Stattdessen ist der Zugang zu einem Radio wichtig.

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In Judenburg plant man, den Bauhof mit einem großen Notstromaggregat auszustatten, um im Notfall eine "Wärmeinsel" für die Einwohner zu schaffen.

"Es ist wichtig, dass jeder für sich Selbstvorsorge trifft", warnt die Bürgermeisterin. Sie gibt zu, am Samstag selbst "erstmal die Taschenlampen suchen" zu müssen. Ebenso besitzt sie keinen Gaskocher zu Hause, den sie sich nun zulegen möchte, ebenso wie ein Kurbelradio.

Schulen bleiben vorerst geschlossen

Nach einem provisorischen Ersatzmast am Sonntagabend ist das Murtal wieder ans Stromnetz angeschlossen. Die Schulen in Judenburg bleiben jedoch am Montag geschlossen, da die Gebäude zu stark ausgekühlt sind. Es wird voraussichtlich noch Wochen dauern, bis der defekte Strommast wieder aufgebaut ist.