19. Februar 2024 | 11:00 Uhr

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Stärke 2,6

Leichte Erdbebenaktivität im obersteirischen Murtal

Obersteirisches Murtal: Leichtes Erdbeben sorgt für Aufmerksamkeit 

Am vergangenen Sonntag, den 18. Februar, wurde die Region des oberen Murtals in der Steiermark von einem leichten Erdbeben heimgesucht. 

Erbeben erschüttert oberes Murtal

Die Erschütterungen, mit einer Magnitude von 2,6, wurden um 23.16 Uhr vom Österreichischen Erdbebendienst der Geosphere Austria registriert. Insbesondere in der Umgebung von Unzmarkt im Bezirk Murtal war das Beben deutlich spürbar.

Die Daten des Erdbebens

Geringe Magnitude, aber spürbare Auswirkungen: Der Erdbebendienst gibt an, dass das Epizentrum des Erdbebens etwa vier Kilometer südöstlich von Unzmarkt lag. Trotz der vergleichsweise geringen Magnitude sind Schäden an Gebäuden nach derzeitigem Kenntnisstand nicht zu erwarten. Dennoch wurde das Beben von zahlreichen Personen in der Region deutlich wahrgenommen.

Reaktion des Erdbebendienstes

Appell an die Bevölkerung um Rückmeldung: Nach dem Vorfall appelliert der Erdbebendienst an die Bevölkerung, Informationen über eventuelle Auswirkungen des Erdbebens zu melden. Hierzu können Betroffene das Web-Formular der Geosphere Austria nutzen, die App QuakeWatch Austria heranziehen oder eine schriftliche Rückmeldung per Post an die Geosphere Austria senden.

Das leichte Erdbeben im oberen Murtal sorgt für Aufmerksamkeit und ruft die Bevölkerung zur aktiven Mithilfe auf, um mögliche Auswirkungen zu dokumentieren. Obwohl keine Gebäudeschäden zu befürchten sind, zeigt der Vorfall erneut die Notwendigkeit, die seismische Aktivität in der Region genau zu überwachen und zu analysieren. 

Enstehung eines Erdbebens

Erdbeben entstehen durch die plötzliche Freisetzung von Energie im Erdinneren, die zu Erschütterungen der Erdoberfläche führt. Die Erdkruste ist in verschiedene Platten unterteilt, die sich ständig bewegen. Wenn diese Platten aneinander vorbeigleiten, aufeinander treffen oder sich voneinander entfernen, kann Spannung aufgebaut werden. Wenn diese Spannung zu groß wird, erfolgt ein plötzlicher Bruch entlang einer Verwerfungslinie, was zu einem Erdbeben führt. Die freigesetzte Energie breitet sich in Form von seismischen Wellen aus, die die Erdkruste erschüttern.

Erdbeben in Österreich

Die Geschichte der Erdbeben in Österreich ist im Vergleich zu seismisch aktiven Regionen wie dem Pazifischen Feuerring weniger ausgeprägt. Österreich liegt nicht auf einer tektonischen Platte, sondern in der Mitte der Eurasischen Platte. Dennoch wurden im Laufe der Geschichte einige Erdbeben in der Region verzeichnet, wenn auch in geringerem Maße. Das stärkste Erdbeben in der österreichischen Geschichte ereignete sich 1590 in der Nähe von Ljubljana (heutiges Slowenien), das auch Teile von Österreich betraf. In jüngerer Zeit hat sich die seismische Aktivität in Österreich als relativ gering erwiesen, obwohl es wichtig ist, die Überwachung und Erforschung von Erdbeben in dieser Region fortzusetzen, um potenzielle Risiken besser zu verstehen.

Trotz der vergleichsweise geringen seismischen Aktivität ist es wichtig, dass Gesellschaften sich auf mögliche Erdbeben vorbereiten, da diese Naturereignisse unvorhersehbar sein können. In Österreich werden Baustandards und Bauvorschriften regelmäßig überarbeitet, um die Strukturen widerstandsfähiger gegen Erdbeben zu machen. Darüber hinaus werden Frühwarnsysteme und Bildungsprogramme eingesetzt, um die Bevölkerung über Sicherheitsmaßnahmen zu informieren und das Risikobewusstsein zu stärken.

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