08. Jänner 2013 | 08:25 Uhr

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Über 40 Grad

Höchster Brandalarm in Australien

Feuerwehr warnt: Fliehen statt heroisch kämpfen - Gefahr sei groß.

In der sengenden Hitze Australiens hat die Feuerwehr tausende Menschen in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Die Feuerwehr warnte am Dienstag davor, mit Kübeln und Gartenschläuchen gegen die Flammen zu kämpfen. Bei jedem Anflug von Gefahr sei es klüger, zu fliehen. "Die äußeren Umstände könnten schlimmer nicht sein", sagte ein Feuerwehrsprecher.

Gefährlich

Die Gefahr sei groß, dass sich die etwa 135 kleineren Buschbrände im Südosten des Landes unter den Wetterbedingungen rasend schnell zu katastrophalen Bränden ausbreiteten. Die Temperaturen liegen vielerorts weit über 40 Grad, der Wind weht mit bis zu 70 Stundenkilometern. Der kleinste Funke könnte die Brände außer Kontrolle geraten lassen. Dann wären wohl auch die etwa 70.000 Feuerwehrleute machtlos, die seit Tagen gegen die Brände kämpfen.

Bisher sind in der betroffenen Region keine Opfer zu beklagen. "Wir hatten bis jetzt sehr viel Glück", sagte der Feuerwehrchef des Bundesstaats New South Wales, Shane Fitzsimmons, am Dienstagnachmittag (Ortszeit). "Wir haben zur Zeit noch keine Berichte über Opfer oder zerstörte Häuser." Die Brände hätten jedoch 55.000 Hektar Land zerstört.

Löschflugzeuge im Einsatz
Die Löschflugzeuge könnten dem Feuer kaum Einhalt gebieten, erzählte die Viehzüchterin Pam Shelley aus dem Ort Rock Flat dem Fernsehsender ABC. "Sie haben Flugzeuge und Hubschrauber, aber es ist, als ob man eine Nadel ins Meer werfen würde. Die Feuer sind völlig außer Kontrolle." Nachbarn hätten Besitz verloren, doch sie selbst sei noch in Sicherheit, fügte sie hinzu.

Viele Feuer wurden durch Blitze ausgelöst, doch auch Brandstifter werden verdächtigt. Der Premierminister von New South Wales, Barry O'Farrell, warnte, dass auf Brandstiftung bis zu 25 Jahre Gefängnis stehen. "Alle, die auch nur einem Moment daran denken, ein Feuer anzuzünden, sollten sich das noch mal sehr gut überlegen."

Tausende Freiwillige schlugen Brandschneisen. Erstmals in der Geschichte wurden sämtliche Nationalparks im Südwesten des Landes geschlossen. Campingtouristen mussten abreisen. "Die Feuerwehr benutzt das Wort katastrophal aus gutem Grund", sagte Regierungschefin Julia Gillard.

Brände breiten sich aus

Die Brände breiteten sich auch im Landesinneren aus. Gäste und Angestellte mussten aus einem Hotel etwa 300 Kilometer westlich von Alice Springs in Sicherheit gebracht werden. Eine etwa einen Kilometer breite Feuerwand bedrohte das Kings Canyon Resort. Das bei Besuchern des Uluru-Steinmassivs, dem früheren Ayers Rock, beliebte Hotel wurde Berichten zufolge beschädigt. Für den Dienstag hoffen die Helfer auf sinkende Temperaturen und eine Entspannung der Lage.
 

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Westhälfte zunehmend gewittrig, sonst sonnig, 20/32°

In der Westhälfte sind bereits erste Schauer und Gewittern aktiv. Weiter im Osten ist es bis Mittag sehr sonnig, ehe sich ab Mittag ausgehend vom Bergland auch hier einige hochreichende Quellwolken bilden und die Gewittergefahr generell zunimmt. Stellenweise sind auch kräftige Gewitter mit Starkregen und lokalen Sturmböen zu erwarten. Am längsten sonnig bleibt es ganz im Osten, hier bleibt die Gewittergefahr am geringsten. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Südost, in Schauer- oder Gewitternähe können stellenweise auch kräftige Böen auftreten, wobei der Wind vorübergehend auf westliche Richtungen dreht. Es bleibt heiß mit Tageshöchstwerten von West nach Ost von 26 bis rund 39 Grad, es wird aber feuchter und durch die Schwüle wird die Hitze noch drückender. Heute Nacht: In der Nacht gibt es zunächst noch Gewitter vom Nachmittag, die erst nach und nach nachlassen, abseits der Gewitter verläuft die Nacht meist ungetrübt und sternenklar. In Gewitternähe sind zunächst noch teils kräftige Böen möglich, ansonsten weht der Wind meist nur schwach. Die Temperaturen gehen auf 16 bis 25 Grad zurück, wobei es im Osten am wärmsten bleibt.
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