04. März 2024 | 09:00 Uhr

Mongolei_Header.png © getty (Symbolbild)

Unbarmherzige Kälte

Dzud-Wetterphänomen wird 1,5 Millionen Tieren zum Verhängnis

Mongolei im Kältewürgegriff: Dzud-Wetterphänomen fordert über 1,5 Millionen Tieropfer 

Herden im Kältewürgegriff

Katastrophe in der Mongolei: Ein Wetterphänomen mit dem bezeichnenden Namen "Dzud" legt die Mongolei in diesem Winter lahm und führt zu verheerenden Verlusten in der Tierwelt des Landes. Extreme Kälte und Schneefälle haben mehr als 1,5 Millionen Herdentiere dahingerafft, und die Auswirkungen sind nicht nur ökologischer, sondern auch wirtschaftlicher Natur.

Die verheerenden Auswirkungen des Dzud

In den vergangenen drei Monaten sind die Hirten der Mongolei mit einem Alptraum konfrontiert worden. Über 1,5 Millionen Weidetiere sind aufgrund von Hunger und Kälte zugrunde gegangen. Dies stellt nicht nur einen immensen Verlust für die Tierwelt dar, sondern hat auch schwerwiegende wirtschaftliche Konsequenzen für die Menschen in der Region.

Bekanntes, aber gefürchtetes Phänomen

Das Wetterphänomen "Dzud" ist den Bewohnern der Mongolei bekannt, jedoch keineswegs weniger gefürchtet. Es handelt sich um eine Naturkatastrophe, bei der nach einer Dürre im Sommer ein Winter mit intensivem Schneefall und Temperaturen von bis zu minus 40 Grad folgt. Dieser Winter lässt den Boden gefrieren und die Weiden werden von Schnee bedeckt, was dazu führt, dass die Tiere keine Nahrung mehr finden.

Die verheerenden Folgen von Dürre und Kälte

Besonders gravierend sind die Verluste während eines "Dzud"-Winters, wenn ein trockener Sommer vorangeht. Die Tiere haben dann keine ausreichenden Fettreserven für den Winter, was zu einem dramatischen Anstieg der Sterberate führt. Für die Viehzüchter in der Mongolei stellt der aktuelle Winter bereits den zweiten "Dzud"-Winter in Folge dar.

Die tiefe Verbindung von Viehzucht und Lebensweise

Die Viehzucht ist nicht nur ein wirtschaftlicher Faktor, sondern auch tief in die Kultur und Lebensweise der Mongolen verwurzelt. Die derzeitigen Herausforderungen, darunter Futtermangel und steigende Lebensmittelpreise, setzen den Hirten zusätzlich zu den Tierverlusten zu. Schätzungen zufolge beläuft sich die Gesamtzahl der Herdentiere in der Mongolei auf etwa 64 Millionen.

Während die Mongolei erneut von den verheerenden Auswirkungen des Dzud-Wetterphänomens erschüttert wird, stehen die Menschen vor einer doppelten Herausforderung – dem Schutz ihrer Tierherden und der Bewältigung der wirtschaftlichen Konsequenzen. In einem Land, in dem die Viehzucht eine lebenswichtige Rolle spielt, sind die Bemühungen um Bewältigung und Prävention dieses natürlichen Desasters von entscheidender Bedeutung. 

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Viel Sonne, im Südosten länger bewölkt. 4/17°

Unter Zwischenhocheinfluss setzt sich in den meisten Landesteilen sonniges und trockenes Wetter durch. Vor allem im Südosten halten sich jedoch Störungsreste in Form von ein paar dichteren Wolken oder hochnebelartiger Bewölkung länger. Hier kann sich im Laufe des Nachmittags die Sonne nur langsam behaupten. Während der Abendstunden treffen schließlich von Westen erste dichtere Wolken einer Störung ein, die mitunter in Tirol und Vorarlberg lokalen Regen bringen. Der Wind weht schwach bis mäßig, meist aus Ost bis Südwest bei Nachmittagstemperaturen zwischen 11 und 24 Grad. Die höchsten Temperaturen werden in den westlichen Landesteilen gemessen. Heute Nacht: In der Nacht auf Sonntag erreichen Wolken einer schwachen Störung von Westen Österreich und breiten sich bis zum Morgen langsam ostwärts aus. Während der Morgenstunden kann es vor allem in Tirol und Vorarlberg örtlich mitunter auch regnen. In Teilen der Steiermark sowie generell am Alpenostrand muss außerdem mit lokalen Nebelfeldern gerechnet werden. Bei schwachem bis mäßigem Wind aus Ost bis Süd sinken die Temperaturen auf plus 12 bis minus 2 Grad.
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