04. Juli 2023 | 19:07 Uhr

Hitze Erde © Getty

Reale Messdaten und Modellrechnungen

Der 4. Juli 2023 war der global heißeste Tag der Messgeschichte

Vorläufigen Daten von US-Wissenschaftern zufolge war der 4. Juli der bisher heißeste erfasste Tag weltweit.

Die globale Durchschnittstemperatur lag der Plattform "Climate Reanalyzer" der University of Maine zufolge am Dienstag bei 17,18 Grad. Tags zuvor war ein Wert von 17,01 angegeben worden - auch das war schon ein Höchstwert. Der bisherige Tagesrekord der bis 1979 reichenden "Climate Reanalyzer"-Daten lag bei 16,92 am 13. und 14. August 2016, wie auch im Juli 2022.

Ob sich der Höchstwert in den offiziellen Daten etwa der US-Klimabehörde NOAA bestätigt, lässt sich allerdings noch nicht sagen. Bei den Auswertungen von "Climate Reanalyzer" handle es sich um sogenannte Reanalysen, erklärte Mojib Latif vom Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel. "Es fließen nicht nur real gemessene Wetterdaten ein, sondern auch Modellrechnungen." Die errechneten Werte der verschiedenen Klima-Plattformen - in Europa etwa des Klimawandeldienstes Copernicus - stimmten nicht zwingend überein.

Hitze-Rekord © climatereanalyzer.org

Warme Meeresoberfläche

Überraschend kommt der Höchstwert Latif zufolge nicht: Im Nordatlantik und generell einem großen Teil der Weltmeere würden schon seit Monaten außergewöhnlich hohe Temperaturen an der Meeresoberfläche erfasst. "Das hat natürlich auch Einfluss auf die Lufttemperaturen."

Wohl nicht der letzten Hitze-Rekord

Im tropischen Pazifik herrschen erstmals seit mehreren Jahren wieder El-Niño-Bedingungen, wie die Weltwetterorganisation (WMO) am Dienstag mitgeteilt hatte. Das natürliche Wetterphänomen kann die im Zuge der Klimakrise ohnehin stetig steigenden Temperaturen zusätzlich in die Höhe treiben. "Die Wahrscheinlichkeit für neue Rekorde steigt damit stark", sagte Latif. "Ich rechne damit, dass vielleicht schon 2023, auf jeden Fall aber 2024 ein Rekordjahr bei der globalen Temperatur wird. Das letzte solche Jahr sei 2016 gewesen - ein El-Niño-Jahr.

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Immer wieder Regenschauer. 4/15°

Eine atlantische Störungszone zieht heute tagsüber in abgeschwächter Form über Österreich. Am Nachmittag lockern die Wolken im Westen teils wieder auf, in der Osthälfte ist es mit verbreiteten Regenschauern stark bewölkt. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 1500 und 1900m. Zwischenzeitliche Auflockerungen lassen Haufenwolken wieder anwachsen und neuerlich Regenschauer entstehen, im Südosten sind auch ein paar Blitze möglich. Der Wind aus West bis Nordwest und frischt im Donauraum lebhaft auf. Nachmittagstemperaturen 11 bis 18 Grad. Heute Nacht: Im Süden und Südosten halten sich noch Restwolken und anfangs gehen dort noch Schauer nieder. Sonst verläuft die Nacht vielfach gering oder veränderlich bewölkt. Zum Morgen hin bilden sich lokale Nebelfelder. Der Wind weht schwach. Tiefsttemperaturen der kommenden Nacht minus 2 bis plus 5 Grad.
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