04. Februar 2016 | 10:16 Uhr

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Übertragungs-Risiko

Zika-Virus bleibt wochenlang im Körper

Die Viren bleiben in Sperma und Urin über Wochen nachweisbar.

Eine Infektionsgefahr mit dem Zika-Virus durch sexuellen Kontakt besteht möglicherweise auch noch nach dem Abklingen der akuten Symptome. Anders als im Blut könne das Virus in Sperma, aber auch in Urin in einigen Fällen über mehrere Wochen feststellbar und damit ansteckend sein, sagte Thomas Löscher von der Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin an der Universität München.

Nachweis im Urin
"Neu ist der Nachweis im Urin auch für die Diagnostik", sagte Löscher. "Vieles ist aber noch nicht klar." Gedanken machen sich Fachleute auch über Blutkonserven. Nach einer durchgemachten Zika-Infektion darf laut Löscher wie beim Denguefieber mindestens vier Wochen kein Blut gespendet werden. Nach Reisen ins Ausland haben Spender Wartezeiten: bei Rückkehr aus Lateinamerika mindestens vier Wochen, aus Malariagebieten sechs Monate.

Gefahr für Schwangere
Löschers Kollegen am Tropeninstitut müssen täglich Dutzende Anfragen besorgter Menschen beantworten. Wirklich bedeutsam sei die Infektion aber nur in der Schwangerschaft, betonte Löscher.

Virus breitet sich aus
Das von Stechmücken übertragene Zika-Virus steht im Verdacht, Schädelfehlbildungen bei Kindern im Mutterleib auszulösen. Die Babys kommen mit einem zu kleinen Schädel auf die Welt. Einen eindeutigen Beweis, dass der Erreger für die sogenannte Mikrozephalie verantwortlich ist, gibt es aber noch nicht. Das Zika-Virus, das 1947 bei Tieren im Zika-Wald in Uganda entdeckt worden war, hat sich binnen weniger Monate in großen Teilen Lateinamerikas ausgebreitet.

Aktionsplan in Zentralamerika

Die Staaten Zentralamerikas wollen nun mit einem Aktionsplan der Verbreitung des Zika-Virus entgegentreten. Ziel sei es, schwangere Frauen besser vor einer Infektion zu schützen. Eine der vordringlichsten Maßnahmen sei das Ausräuchern der Brutstätten von Moskitos. Auch sollten Schwangeren besondere Verhaltensmaßregeln nahe gelegt werden, hieß von offizieller Seite. 

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Vermehrt Regenschauer im W und N, sonst meist sonnig. 1/16°

Vor allem im Osten und Südosten scheint bis in den Nachmittag hinein häufig die Sonne, meist ziehen nur ein paar harmlose, lockere Wolkenfelder durch. Ausgehend vom Berg- und Hügelland bilden sich allerdings vorübergehend auch Quellwolken und mit diesen vereinzelt ein paar Regenschauer. Im übrigen Österreich ist es wechselnd bewölkt, die Sonne zeigt sich seltener und am Abend nimmt die Regenneigung mit Annäherung der nächsten Störungszone in Vorarlberg und im Tiroler Oberland wieder zu. Der Wind kommt am ehesten aus Südost bis West, er frischt nur örtlich in freien Lagen mäßig auf. Tageshöchsttemperaturen 10 bis 18 Grad. Heute Nacht: In der Osthälfte zeigt sich der Himmel in der Nacht zunächst meist gering oder zumindest aufgelockert bewölkt, ehe ab den frühen Morgenstunden umfangreiche Wolken einer weiteren Störungszone eintreffen. Vielerorts bleibt es trocken. Von Westen her ziehen deutlich mehr und zunehmend auch kompakte Wolken auf, schließlich breiten sich vom Bodensee bis zum oberösterreichischen Innviertel Regen- und eingelagerte Schauerwolken aus. Die Schneefallgrenze sinkt auf etwa 1500 bis 1200m Seehöhe. Der Wind dreht im Bereich der Störungszone mehrheitlich auf West, bleibt aber schwach bis mäßig. Tiefsttemperaturen minus 2 bis plus 7 Grad.
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