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19. April 2017 10:46
Segelboot kentert vor Rimini: 4 Tote
© Guardia Costiera

Italien

Segelboot kentert vor Rimini: 4 Tote

Segel-Drama in der Adria: Das Boot prallte bei hohem Wellengang gegen Felsen.

Bei einem Bootsunglück vor der Adria-Stadt Rimini sind vier Menschen gestorben und zwei weitere schwer verletzt worden. Das Segelboot war am Dienstagnachmittag bei schlechtem Wetter gegen Felsen am Eingang eines Kanals unweit des Hafens geprallt. Dabei kam eine Person sofort ums Leben, drei zunächst Vermisste wurden die ganze Nacht lang gesucht und am Mittwochvormittag tot geborgen.

Zwei weitere Menschen, die sich an Bord befunden hatten, haben sich retten können. Sie wurden jedoch schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert, berichtete die Küstenwache. Ihr Zustand sei kritisch.

Das Segelboot soll wegen einer hohen Welle eine halbe Seemeile vor der Küste umgekippt sein. An Bord befanden sich sechs Italiener aus der Nähe von Verona, darunter ein 65-Jähriger mit seiner Tochter und deren Freund.

Die Strömung riss das Schiff bis zu den Felsen. Bei der Küstenwache Riminis traf der Hilfeanruf gegen 16.45 Uhr ein. Zeugen hatten das rund zwölf Meter lange Segelboot gesichtet, als es in die Gefahrenzone geriet.

Vermutlich hatten die Segler versucht, in den Hafen Riminis zu gelangen, um vor den hohen Wellen Schutz zu suchen. Sie waren von Marina di Ravenna in Richtung Sizilien aufgebrochen. Nahe Rimini soll das Boot dann einen Motorschaden gehabt haben. Wegen des Unwetters war es offenbar nicht möglich, die Segel zu nutzen.

Durch den starken Wind mit bis zu 90 km/h erreichten die Wellen zum Unglückszeitpunkt mehrere Meter Höhe, was den Einsatz der Küstenwache erschwerte. Zwei Hubschrauber halfen bei der Suchaktion mit.
 




 

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Ein lokaler, abwärts gerichteter Luftstrom unter einer Gewitterwolke, der in 300 ft über dem Boden eine Geschwindigkeit von 3,6 m/s überschreitet (Definition nach T. FUJITA und F. CARACENA). Extrem gefährlich für Flugzeuge im Landeanflug (und auch nach dem Start) wegen plötzlicher Änderungen der Gegenwind- Rückenwind- und Seitenwindkomponenten (Headwind-, Tailwind- und Crosswindkomponenten). Tritt i.d.R. bei Gewittern auf und ist ein starker Abwind, der eine gefährliche Böe am Erdboden bzw. in Bodennähe verursacht, die sich konzentrisch nach allen Seiten ausbreitet und das vorhandene Windfeld umkehren kann. Daher sind Böen eine der häufigsten Ursachen von Flugzeugabstürzen im Landeanflug bzw. auch in der Abflugphase. Gewitter mit so starken Abwinden treten in Teilen der USA und in Australien häufig auf, sind aber in Europa sehr selten. Die Gefährlichkeit besteht besonders darin, daß die Abwindzone meist nur 1-2km Durchmesser hat und plötzlich, innerhalb von 1-2 Minuten, entsteht. Nähert sich ein Flugzeug im unmittelbaren Landeanflug einer solchen Abwindzone, von der sich Böen konzentrisch nach allen Seiten ausbreiten, nimmt zunächst der Gegenwind zu, das Flugzeug steigt über den Gleitpfad. Durchfliegt das Flugzeug aber das Zentrum des Abwindschlauches, nimmt der Rückenwind plötzlich zu, das Flugzeug unterschreitet die Mindestgeschwindigkeit und stürzt ab, da 50-100m über dem Boden für Gegenmaßnahmen nicht mehr genügend Zeit bleibt. Rund um amerikanische Flugplätze wurden daher zahlreiche Windmesser aufgestellt, deren Daten ein Computer verarbeitet und bei plötzlicher Änderung des Windes entsprechende Warnsignale abgibt. Die Geschwindigkeitsänderungen können dabei enorm sein: 240km/h Maximum, zwei Minuten später 150 km/h aus entgegengesetzter Richtung; wenige Kilomer weiter werden zur selben Zeit nur 10 km/h gemessen! Ursache: Feuchte warme Luft steigt in der Gewitterzelle auf und wird rasch abgekühlt, so daß sich Eiskristalle bilden. Ein Gemisch aus Eis, Wasser und kalter Luft sinkt dann mit großer Geschwindigkeit zu Boden.
 
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