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17. Juli 2017 19:00
Waldbrände bedrohen unsere Urlaubshotspots
© Twitter/@lepolac

Italien, Kroatien & Co.

Waldbrände bedrohen unsere Urlaubshotspots

Mitten in der Hauptsaison werden diese Urlaubsorte zur Flammen-Hölle

Tausende Einheimische und Touristen müssen nun im Sommerurlaub um ihr Leben bangen. In den Lieblingsurlaubsländern Italien und Kroatien wüten wilde Waldbrände und bereiten den Einsatzkräften Sorge. So brennt es seit Montag an der Küste Kroatiens. In Sibenik in Dalmatien kämpft die Feuerwehr gegen lodernde Flammen, die sich allmählich ihren Weg Richtung Dörfer bahnen. Nur mit Mühe und Not konnte eine Kirche gerettet werden. Leerstehende Häuser oder auch Friedhöfe in Sitno Donje sind dem Feuer bereits zum Opfer gefallen.

Besonders schwierig gestalten sich die Löscharbeiten durch die anhaltenden Sturmböen, die den Einsatz von Löschflugzeugen als nichtig verkommen lassen.

Einige Dörfer haben keinen Zugang zu Strom oder fließend Wasser. Die Rettungskräfte sind im Dauereinsatz. Es gibt unter den Einsatzkräften bereits einige Verletzte. Über den Gebieten sammelt sich langsam eine dichte Rauchwolke. Selbst von  Split aus ist diese zu sehen.

Auch in der Toskana brennt es

Auch in mehreren Urlaubsregionen Italiens können Touristen angesichts zahlreicher Wald- und Buschbrände noch immer nicht aufatmen. Am Montag rückte die Feuerwehr landesweit wieder zu mehr als 240 Einsätzen aus, teilte sie auf Twitter mit.

Einen "glühenden Sonntag" erlebte laut Feuerwehr auch ein Ortsteil des weiter nördlich gelegenen Grosseto. Die Flammen hätten drei Gebäude beschädigt und 16 Autos zerstört, insgesamt wüteten die Brände auf einer Fläche von zwei Hektar.

Kritisch sei die Lage nicht nur an der toskanischen Küste, sondern auch an der Küste von Salerno südlich von Neapel, am Vesuv und um Civitavecchia in der Nähe von Rom gewesen, teilte die Feuerwehr mit. Römer oder Touristen, die aus der Hauptstadt mit dem Zug zur Abkühlung ans Meer gefahren waren, steckten bis nach Mitternacht in Küstenorten wie Ladispoli und Santa Marinella fest. Wegen der Feuer musste der Bahnverkehr auf einigen Strecken unterbrochen werden.

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Montenegro

Die seit Sonntag tobenden Waldbrände auf der montenegrinischen Halbinsel Lustica an der Einfahrt in die Bucht von Kotor sind noch nicht unter Kontrolle. Nachdem am Sonntag der Ort Bigovo teilweise evakuiert worden war, mussten am Montag laut Medienberichten etwa 300 Touristen und Einwohner die Orte Begovici und Veslo verlassen.

In Veslo stand am Montagvormittag mindestens ein Haus im Flammen, hieß es in Medienberichten. In Bigovo hat sich der Brand laut einer Aussendung der Direktion für Ausnahmesituationen den ersten Häusern angenähert. Starker Wind erschwere die Löscharbeiten. Feuerwehrleute aus anderen Landesteilen sind zu Hilfe gekommen.

Unter Berufung auf Feuerwehrleute berichtete das Internetportal der Tageszeitung "Vijesti" unterdessen, dass die Situation dermaßen kritisch sei, dass es notwendig wäre, um Auslandshilfe zu ersuchen.




 

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Europäischer Wettersatellit, der zu einem weltumspannenden Wettersatelliten-System gehört und am Schnittpunkt von Äquator und Null-Meridian (über dem Golf von Guinea) in 36 000km Höhe stationiert ist und die gleiche Umdrehungsgeschwindigkeit wie die Erde hat. Meteosat sendet halbstündlich im sichtbaren und infraroten Wellenlängenbereich Bilder zur Erde und ermöglicht die ständige Überwachung von etwa 60 Grad Nord bis 60 Grad Süd und von 60 Grad West bis 60 Grad Ost (fast ganz Europa und den Nordatlantik sowie ganz Afrika). Zusätzlich lassen sich aus den Infrarot-Daten die Temperaturen der Erdoberfläche, der Wasseroberflächen und auch der Wolkenoberflächen bestimmen. Mit ihrer Hilfe kann die vertikale Mächtigkeit der Wolken abgeschätzt, sowie die Windgeschwindigkeit in verschiedenen Luftschichten aus den Wolkenbewegungen ermittelt werden. Weiters verbreitet Meteosat als Relais-Station aufbereitete Bilder und andere Wetterinformationen. Der erste Meteosat (von der Europäischen Weltraumorganisation ESA entwickelt) wurde am 23. Nov. 1977 gestartet. Die Höhe seiner Flugbahn beträgt genau 35 870km, die Umlaufzeit des Satelliten ist somit genau identisch mit einer Erdumdrehung, nämlich 23 Stunden und 56 Minuten (1 Sterntag). Da die Satellitenbahn in der Äquatorebene der Erde liegt, gewinnt ein Beobachter auf der Erdoberfläche den Eindruck, der Satellit steht am Himmel still, d.h. er ist ''geostationär''. Ein geostationärer Satellit kann etwa ein Viertel der Erdoberfläche überwachen (ohne Überschneidungen). Ein System von 5 geostationären Satelliten kann somit die gesamte Erdoberfläche bis etwa 60° nördliche und südliche Breite kontinuierlich beobachten. Die Polgebiete können von sog. sonnensynchronen Satelliten überwacht werden (auf polnaher Umlaufbahn in etwa 700-1500km Höhe). Aus der ESA hervorgegangen ist eine eigene Organisation für die europäischen Wettersatelliten in Darmstadt: EUMETSAT (European Organisation for the Exploitation of Meteorological Satellites).
 

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