19. Mai 2017 10:39
Hagelkörner so groß wie Orangen
© Getty Images (Archiv)

Unwetter

Hagelkörner so groß wie Orangen

WMO legt Bericht zu den tödlichsten Wetterkatastrophen der Welt vor.

Die Weltwetterorganisation (WMO) hat die tödlichsten Wetterkatastrophen nun offiziell registriert. Bei dem schlimmsten je registrierten Hagelsturm kamen demnach in Moradabad, Indien, 246 Menschen ums Leben. Die Menschen seien von Hagelkörnern so groß wie Orangen erschlagen worden. Der weltweit fatalste Blitzschlag mit 21 Toten habe sich 1975 im heutigen Simbabwe ereignet.

Bisher hielt die WMO vor allem Temperatur- und Wetterrekorde fest. Sie listet in ihrem neuen Bericht drei weitere Wetterphänomene mit den höchsten Opferzahlen auf: Bei einem Zyklon starben noch nie so viele Menschen wie 1970 in Bangladesch, damals Ostpakistan: 300.000 kamen durch den "Great Bhola"-Zyklon um. Der tödlichste Tornado passierte 1989 ebenfalls in Bangladesch: Er schlug im Distrikt Manikganj eine 1,5 Kilometer breite Schneise der Verwüstung und riss 1.300 Menschen in den Tod.

Der Blitzschlag mit den höchsten indirekten Opferzahlen wurde 1994 in Ägypten erfasst. Dort kamen 469 Menschen um. Bei einem schweren Unwetter mit Überschwemmungen setzte ein Blitzeinschlag drei Tanks mit Flugbenzin und Diesel in Brand. Die Tanks waren auf Schienen gestanden, die durch eine Flutwelle fortgerissen wurden. Die Wassermassen spülten das brennende Benzin in ein Dorf.

"Der Verlust an Leben darf nie aus den Augen verloren werden", sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas. Ziel sei, aus den Katastrophen mit einer hohen Zahl von Toten zu lernen, um ähnliche Desaster in Zukunft besser verhindern zu können.




 

Das aktuelle Wetter

Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen

Österreich-Wetter

Zum Österreich-Wetter »

Wussten Sie schon ...

Yamase / Blizzards / Burane / Pamperos: bei allen vieren handelt es sich um Winde, die mit heftigen Kaltlufteinbrüchen einhergehen. Vom Blizzard ist Nordamerika betroffen. Blizzardwarnung wird ausgegeben, wenn zu erwarten ist, dass Winde mit mehr als 15.5 m/s und heftiger Schneefall die Sichtweite unter 140 m herabsetzen. In Ostrussland und Sibirien heissen derartige Ereignisse Burane, die Südamerikaner nennen sie Pamperos und in Japan heissen sie Yamase. All diesen Gegenden ist gemeinsam, dass die Gebirge (die Rocky Mountains, die Anden, die japanischen Inseln) Nord-Süd verlaufen und damit den Winden aus der kalten Polarregion frei Bahn in die Subtropen geben, wo sie auf feuchtwarme Luft treffen. Südeuropa und Indien dagegen sind von den Alpen bzw. vom Himalaya geschützt.
 

x Diese Website verwendet Cookies. Durch die Verwendung dieser Website stimmen Sie dem damit verbundenen Einsatz von Cookies zu.