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17. Februar 2017 07:44

Neuschnee-Prognose: Wo es wie viel schneit

Neuschnee-Prognose: Wo es wie viel schneit
© TZ ÖSTERREICH (Archiv)

Tief "Pierre" sorgt für ein bisschen Schnee-Nachschub in den Bergen - wo, wann & wie viel:

Nach dem Tauwetter der letzten Tage bringt die Kaltfront von Tief "Pierre" den Skigebieten ab Freitag wieder Neuschnee-Zuwachs. Bis Samstagabend fallen bis zu 20 Zentimeter Neuschnee - am meisten im Nordstau der Alpen, da die Kaltfront von Nordwesten hereinzieht.

Bis zu 20 Zentimeter Neuschnee sind vom Bregenzerwald über den Arlberg und das Außerfern bis zu den westlichen Nordalpen möglich, auch in den Salzburger Hohen Tauern, rund um den Dachstein und im Mariazellerland gehen sich bis zu 20 Zentimeter aus.

Sonst bleibt es in höheren Lagen bei 5 und 10 Zentimeter, am geringsten fallen die Mengen südlich des Hauptkammes aus, wo die Schauer nur übergreifen.

Aktuelle Neuschnee-Prognose für Freitag:
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Mit einem Klick auf die Grafik gelangen Sie zur interaktiven Version der Karte.

Detail-Prognose für Ihre Region:

Vorarlberg: Schon morgens im Norden des Ländle bedeckt und zeitweise regnet es kräftig. Die Regenfälle breiten sich vormittags aufs ganze Land aus. Nachmittags gehen die Niederschläge in Schauerform über und aufgelockerte Phasen werden häufiger. Die Schneefallgrenze sinkt morgens rasch unter 1.000 Meter und verbleibt dann zwischen etwa 700 und 900 Meter.

Tirol: Entlang der bayrischen Grenze und im Westen Tirols regnet es von der Früh weg. Vormittags breitet sich der Regen übers Inntal nach Süden aus. Es ist dann auch der Norden Osttirols betroffen. Die Niederschläge bekommen nachmittags Schauercharakter, es gibt schon wieder erste Auflockerungen. Die Schneefallgrenze sinkt von morgens etwa 1.200 bis abends auf 800 Meter ab. Der Süden Osttirols bleibt praktisch trocken.

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Webcam im Tannheimer Tal in Tirol am Freitagmorgen

Kärnten: Im Laufe des Nachmittags und speziell zum Abend hin ziehen von Nordwesten über Kärnten verteilt ein paar Regen-, oberhalb von rund 900 bis 1400 Meter Schneeschauer durch, wobei die Schneefallgrenze von Norden her absinkt.

Salzburg: Im Norden setzt schon in der Früh Regen ein, bis etwa Mittag breitet sich der Niederschlag nach Süden bis zum Lungau aus. Schnee fällt oberhalb von etwa 800 Meter. Am Morgen kann es bei Beginn des Niederschlags lokal Glätte durch gefrierenden Regen geben. Am Nachmittag werden die Schauer seltener.

Oberösterreich: Vom Innviertel her breitet sich ab den Morgenstunden Niederschlag auf das ganze Land aus. Schnee fällt oberhalb von etwa 800 Meter. Am Nachmittag ziehen nur noch zeitweise ein paar Schauer vor allem im südlichen Bergland durch.

Steiermark: Gegen Mittag sind vom Ennstal bis nach Mariazell Regenschauer zu erwarten - anfangs können diese auch gefrierend fallen. Auch auf den Süden greifen später Regenschauer über. Die Schneefallgrenze liegt anfangs bei 1.000 Meter und sinkt auf unter 800 Meter ab.

Burgenland: Nachmittags verbreitet Regen, anfangs auch Glättegefahr.

Niederösterreich: Spätestens um die Mittagszeit erreichen Schauer auch das östliche Flachland. Der Niederschlagsschwerpunkt verlagert sich langsam von West nach Ost bei einer Schneefallgrenze zwischen 700 und 1.100m Seehöhe. Anfangs kann es örtlich Glätte geben. Gegen Abend lässt der Niederschlag nach.

Wien: Kein Schnee, nur Regen ab Mittag, der auch nachmittags noch anhält.

Samstag
Am Samstag stauen sich noch Wolken am Alpennordhang, und vom Tiroler Unterland bis zur Rax sind noch letzte Schneeschauer möglich. Die Neuschneemengen bleiben aber eher gering, maximal kommen am Samstag noch einmal 5 Zentimeter dazu.

Sonntag
Ab Sonntag kann man sich in den Bergen wieder auf sonniges und ruhiges Wetter einstellen. 




 

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Der vertikaler Temperaturgradient gibt die Temperaturänderung pro 100m Höhenunterschied an. Von Art und Größe des vertikalen Temperaturgradienten, der Temperaturschichtung, hängt der Gleichgewichtszustand der Atmosphäre ab. Der Temperaturgradient ist somit das Kriterium für ''Stabilität'' oder ''Labilität''. Ein mit Wasserdampf ungesättigtes Luftpaket kühlt sich beim Aufsteigen um 1°C/100m ab == trockenadiabatischer Temperaturgradient. Beträgt die vertikale Temperaturabnahme in der Atmosphäre ebenfalls 1°C/100m, so herrscht eine ''indifferente'' Schichtung, d.h. das Luftpaket besitzt stets die Temperatur seiner Umgebung. Ist der vertikale Temperaturgradient der Luftmasse kleiner als 1°C/100m, besteht eine ''trockenstabile'' Schichtung: das vertikal bewegte Luftteilchen ist in höheren Luftschichten kälter (==schwerer), in tieferen Schichten wärmer (==leichter) als seine Umgebung und strebt daher zu seinem Ausgangspunkt zurück. Ein vertikaler Temperaturgradient der Atmosphäre von mehr als 1°C/100m wird als ''trockenlabile'' Schichtung bezeichnet: das gedachte Luftpaket ist beim Aufsteigen immer wärmer (==leichter), beim Absinken immer kälter (==schwerer) als seine Umgebung und entfernt sich zusehends von seiner Ausgangslage. Ein ''überadiabatischer'' Temperaturgradient, also von mehr als 1°C/100m, kommt in der Regel nur in Bodennähe an heißen Sommertagen vor und ist die Voraussetzung für die Ablösung einer ''Thermikblase''. Erreicht ein beim Aufsteigen sich abkühlendes, wasserdampfhältiges Luftpaket den Taupunkt, beginnt die Kondensation des Wasserdampfes einzusetzen. Die dabei freiwerdende Wärme, die Kondensationswärme, war latent im Wasserdampf von der Verdunstung her (für die Wärmeenergie benötigt wird) ''versteckt'' und wird daher als ''latente'' Wärme bezeichnet. Sie vermindert daher oberhalb des Kondensationsniveaus bei fortgesetzter Aufwärtsbewegung die weitere Abkühlung. Der ''feuchtadiabatische'' Temperaturgradient beträgt also im Mittel nur etwa 0,6°C/100m. Analog spricht man von einer feuchtindifferenten Schichtung einer Luftmasse, wenn deren Temperaturgradient den Feuchtadiabaten entspricht; von einer feuchtlabilen Schichtung bei einem größeren, von einer feuchtstabilen Schichtung bei einem kleineren Temperaturgradienten als es den Feuchtadiabaten entspricht. Feuchtlabilität tritt in der Atmosphäre häufiger auf als Trockenlabilität.
 

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