03. Juni 2016 | 12:18 Uhr

paral2.jpg © NASA

Astronomie

Weltall wächst schneller als erwartet

Verändert Dunkle Strahlung die Energiebilanz im jungen Universum?

Das Weltall dehnt sich etwas schneller aus als erwartet. Das schließen Astronomen um den US-Nobelpreisträger Adam Riess aus Untersuchungen mit dem "Hubble"-Weltraumteleskop. Die kosmische Expansionsrate ist demnach etwa fünf bis neun Prozent höher als bisher berechnet. Die Forscher stellen ihre Analysen in einer der kommenden Ausgaben des Journals "The Astrophysical Journal" vor.

   Mit dem Weltraumteleskop bestimmte das Team um Riess die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums so genau wie nie zuvor. Diese sogenannte Hubble-Konstante liegt im lokalen Kosmos demnach bei 73,2 Kilometern pro Sekunde pro Megaparsec. Ein Megaparsec sind 3,26 Millionen Lichtjahre. Zwei Punkte, die ein Megaparsec voneinander entfernt sind, streben also mit 73,2 Kilometern pro Sekunde weiter auseinander. Diesen Wert verglichen die Astronomen mit der Expansionsrate, die sich aus Messungen des Urknallechos mit den Satelliten "WMAP" und "Planck" ergeben.

Dieser Vergleich sei wie der Bau einer Brücke zwischen beiden Werten, erläuterte Riess in einer Mitteilung des Weltraumteleskop-Instituts STScI in Baltimore (US-Bundesstaat Maryland). An einem Ufer befinden sich die "Hubble"-Messungen aus dem lokalen Universum, am anderen die Satellitenmessungen des Urknall-Echos. "Man beginnt an zwei Enden und erwartet, dass sie sich in der Mitte treffen, wenn alle Zeichnungen und Messungen korrekt sind", beschrieb der Astronom. "Aber die beiden Enden treffen sich nun nicht richtig in der Mitte, und wir möchten wissen warum."

Dunkle Strahlung?
Eine Möglichkeit könnte ein bisher hypothetisches Elementarteilchen sein, das die Energiebilanz im jungen Universum verändert haben könnte - sogenannte Dunkle Strahlung, erläuterte das europäische "Hubble"-Informationszentrum in Garching bei München.

Auch auf die Natur der etablierten, aber noch völlig mysteriösen anderen "dunklen" Komponenten des Weltalls - Dunkle Materie und Dunkle Energie - könnten die neuen Analysen Hinweise liefern, glaubt Riess. "Diese überraschende Entdeckung könnte ein wichtiger Schlüssel zum Verständnis jener geheimnisvollen Teile des Universums sein, die 95 Prozent von allem ausmachen und kein Licht aussenden, etwa Dunkle Energie, Dunkle Materie und Dunkle Strahlung."
 

Österreich Wetter

  • Jetzt
  • 20
  • 21
  • 22
  • 23
  • 0
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14
  • 15
  • 16
  • 17
  • 18

Heiter bis wolkig. Im SW lokale Gewitter. 14/29°

Von Nordwesten her ziehen immer wieder ausgedehnte Wolken durch und vor allem von Innsbruck bis zum Mariazeller Land und dem Wienerwald muss immer wieder mit Regenschauern gerechnet werden. Auch im Flachland im Osten und Norden sind lokale Regenschauer möglich, die Mengen sind aber eher gering. Dazwischen zeigt sich auch länger die Sonne, besonders in Vorarlberg, sowie ganz im Osten und im Süden. Der Wind weht schwach bis mäßig aus westlichen Richtungen, in höheren Lagen kann er auch lebhaft auffrischen. Nachmittagstemperaturen 19 bis 27 Grad, mit den höchsten Werten im Südosten und im Rheintal. Heute Nacht: Die Nachtstunden bringt zunächst umfangreiche Bewölkung und besonders an der Alpennordseite noch ein paar Regenschauer. Auch im Osten und Norden ist die Schauerneigung abends noch etwas erhöht. Nach Mitternacht lockert es gebietsweise auf, vor allem in den südlichen Landesteilen werden die Wolkenlücken bis zum Morgen deutlich größer. Der Wind lässt nach und weht dann schwach bis mäßig aus westlichen Richtungen, nur in höheren Lagen kann er stellenweise noch vorübergehend aufleben. Tiefsttemperaturen 11 bis 19 Grad.
mehr Österreich-Wetter