24. April 2023 | 13:32 Uhr

Gardasee © Getty

Tiefster Wasserpegel seit 70 Jahren

Wasser-Alarm: Der Gardasee trocknet aus

Trockenheit und Wasserknappheit machen Italien weiter zu schaffen

Die anhaltende Trockenheit und Wasserknappheit machen Italien weiter zu schaffen. Vor allem der Norden des Landes ist stark betroffen. Der Gardasee leidet aktuell unter extrem niedrigen Wasserständen und hat seinen tiefsten Stand seit 70 Jahren erreicht. Dies geht aus den am Montag veröffentlichten Satellitendaten hervor.

Der Gardasee, der an die Regionen Lombardei und Venetien sowie an die autonome Provinz Trient grenzt, ist auf 45,8 Zentimeter über den hydrometrischen Nullpunkt gesunken. In den vergangenen 70 Jahren lag dieser Wert im Durchschnitt bei 109 Zentimetern.

Die Daten stammen vom Sentinel-2-Satelliten, der im Rahmen des Europäischen Dürre-Observatoriums als Teil des Copernicus-Programms eingesetzt wird. Der Rückgang des Wasserspiegels ist eine unmittelbare Folge der schweren Dürre, die seit dem letzten Sommer in vielen Teilen Italiens herrscht. Sie bedroht die Landwirtschaft, den Tourismus, die Schifffahrt und die lokalen Gemeinden in diesem Gebiet.

Größter See Italiens

Der Gardasee ist mit einer Fläche von etwa 370 Quadratkilometern der größte See Italiens und der dritttiefste nach dem Comer See und dem Lago Maggiore. Der durchschnittliche Wasserstand des Gardasees unterliegt nur geringen jahreszeitlichen Schwankungen, insbesondere im Vergleich zu den anderen großen Voralpenseen, was die jüngste Absenkung noch besorgniserregender macht.

Die Regierung in Rom hatte Anfang April ein Dekret verabschiedet, das weitreichende Maßnahmen im Kampf gegen die Trockenheit vorsieht. Die Regierung will Mittel locker machen, um marode Wasserleitungen zu erneuern. In manchen Gegenden gingen durch Lecks mehr als 50 Prozent des Wassers verloren, was das Land anfällig für Trockenperioden macht. Aber auch Regenwasser-Sammelbecken, Entsalzungsanlagen sowie die Steigerung der Wiederverwendung von gereinigtem Abwasser sind geplant.

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Letzte Schneeschauer, eisiger Wind. -2/+3°

Nach Störungsabzug gelangt der Ostalpenraum heute Sonntag vorübergehend unter Zwischenhocheinfluss. Auch alpennordseitig lösen sich am Nachmittag die meisten Wolkenfelder im Osten und Norden auf, letzte Schneeschauer klingen in den Nordstaulagen ab. Den Westen erreichen am Abend dichte Wolken der nächsten Störungszone. Vor allem im Burgenland und der Oststeiermark sowie im Bergland bläst um die Mittagszeit noch stürmischer, eisiger Nordwind, der ebenfalls bald abflaut. Nachmittagstemperaturen minus 3 bis plus 7 Grad. Heute Nacht: In der Nacht auf Montag zieht aus dem Westen eine Störungszone mit dichten Wolken und Schneeregen oder Schneefall auf. Die Schneefallgrenze liegt zwischen Vorarlberg und Niederösterreich zwischen 1100m und den Niederungen. Dabei besteht auf gefrorenen Böden vorübergehend Glatteisgefahr. Weiter nach Osten zu schneit es in geringerer Intensität, im äußersten Osten und Südosten bleibt es niederschlagsfrei. Der Wind weht schwach bis mäßig aus unterschiedlichen Richtungen. Die Tiefsttemperaturen der Nacht liegen zwischen minus 12 im Waldviertel und plus 2 Grad in Vorarlberg.
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