27. Februar 2014 | 11:51 Uhr

wasserhose.jpg © Denio Di Nardo/Stormhunter-NL

Wirbelwind am Meer

Wasserhose in Italien

Ein seltenes Naturschauspiel hat ein Fotograf an der Adria festgehalten: Eine Wasserhose über dem Meer.

So etwas bekommt man nicht alle Tage zu sehen, aber dem Fotografen Denio di Nardo ist eine Aufnahme gelungen. In Ortona (Provinz Chieti) in MIttelitalien richtete er seine Kamera aufs Meer: Das Bild einer Wasserhose war gelungen.

Was ist eine Wasserhose?
Eine Wasserhose ist einer Windhose sehr ähnlich, nur kleiner. Man versteht darunter einen Wirbelsturm mit einem Durchmesser von 100 bis 200 Meter. Wasserhosen entstehen aus Schauer- oder Gewitterwolken heraus, auf einer großen Wasserfläche, in diesem Fall der Adria. Wasser wird durch hohe Windgeschwindigkeiten aufgewirbelt und in die Luft gezogen - dabei erreicht die Drehgeschwindigkeit bis zu 100 Meter pro Sekunde!

Warum sind Wasserhosen so selten?
Normalerweise kommen Wasserhosen eher im Spätsommer und Herbst vor. Kalte und feuchte Luft muss über noch wames Meerwasser ziehen. Auch an großen Binnenseen (Zürchersee, Chiemsee, Bodensee) wurden sie bereits beobachtet. Das Problem: Oft lösen sie sich schon nach zehn MInuten wieder auf und kommen meist nicht weit.

Sind Wasserhosen gefährlich?
Kleine Schiffe und Boote können durchaus von einer Wasserhose umgeworfen werden. Am 21. Juli 1901 kamen etwa auf dem deutschen Zeuthener See seiben Menschen ums Leben, als ihr Boot kenterte.