18. Juli 2020 | 23:27 Uhr

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Unsere Seen sind ausgebucht

Urlaubs-Check: 75 Prozent weniger Gäste am Meer

Leere Hotels, einsame Strände: Tourismus in Europas Urlaubs-Hotspots fällt heuer ganz tief.

Italien/Spanien. Antonio Vigolo besitzt zwei Hotels in Jesolo, Hauptstrand der Österreicher an der Adria: „Es ist eine sehr stressige Saison“, sagt er: „Es sind wesentlich weniger Österreicher hier. Sicher um 50 Prozent.“ Unter der Woche sind die Orte Jesolo, Grado, Lignano (fast) leer: „Voll ist es nur am Wochenende – mit italienischen Gästen“, so Vigolo.

Ähnlich das Bild in Lignano: Kaum Österreicher, wenig Deutsche, in den Restaurants 90 Prozent Italiener. Überall Maskenpflicht, wer in eine Bar will, braucht den MNS. Alle halten sich an die Vorschriften, nur viele Touristen murren.

Partyzone gibt’s nicht mehr, menschenleere Strände

Feier-Aus in Mallorca. 34 Grad hat es derzeit in Palma. Doch „Malle ist leer“. Der Ballermann ist zu, die Lokale auf der Schinkenstraße von S’Arenal behördlich geschlossen – weil Exzesstouristen zuvor dicht an dicht gefeiert haben: „Minus 75 Prozent bei Gästeankünften“, berichtet die „Mallorca-Zeitung“, „lediglich 40 Prozent der Hotels haben offen.“

Kroatien. Dramatische Gästeeinbrüche auch in Kroatien: „Minus 45 Prozent bei Gästen aus Österreich“, so Branimir Toncinic, Direktor der kroatischen Tourismuszentrale in Wien: „Wir hoffen, dass die Österreicher schon bald wieder kommen.“

Hoffnung keimt: Am Samstag gab es erste massive Staus Richtung Kroatien.

Griechenland. 90 Prozent der Strände sind leer. Ebenso die Tavernen. Nur jedes zweite Hotel hat bisher geöffnet. Wer ins Land will, muss sich 24 Stunden vor der Ankunft elektronisch anmelden.

Unsere Seen sind ausgebucht

Top-Adressen in Österreich geht es hervorragend: Boom an Seen, Stau in den Bergen.

Velden. Die Nachfrage ballt sich derzeit an Hotspots wie den Kärntner Seen, der Südsteiermark und in praktisch allen Wanderzentren. (Fast) ausgebucht ist der Wörthersee. Direktor Jakob Wrann vom Seehotel Europa in Velden sagt: „Österreicher retten unsere Saison. Wir sind froh, dass sie bei uns Urlaub machen.“ Direktorin Julia von Deines, Falkensteiner Schlosshotel Velden, jubelt: „Es gibt kein einziges freies Zimmer mehr. Wir hoffen, dass es so bleibt.“ Der Großteil der Gäste kommt aus Österreich, einige aus Deutschland. Was fehlt: Gäste in Städten, Bustouristen. Italiener, Asiaten, Amerikaner, Russen – Urlauber aus Nahost bleiben heuer aus.

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Im O und S Nebel, im W Sonne und Wolken, -3/6°

Über den Niederungen im Norden, Osten und Süden liegen recht verbreitet Nebel- und Hochnebelfelder. Stellenweise nieselt es hier auch ein wenig und führt auf unterkühlten Böden zu Glätte. Abseits der Nebelzonen ziehen nur hohe Wolkenfelder über den Himmel. Am Nachmittag könnten sich die Nebelfelder mit der Zufuhr trockenerer Luftmassen ganz im Osten etwas lichten, sonst bleiben sie meist hartnäckig. Der Wind weht im Osten mäßig bis lebhaft aus Ost bis Südost. Nachmittagstemperaturen bei Nebel zwischen 0 und 2 Grad, bei Sonnenschein im Westen bis zu 10 Grad. Heute Nacht: In der Nacht können sich die Nebel- und Hochnebelfelder im Norden und Osten stellenweise lichten, breiten sich aber vor allem ganz im Osten zum Morgen hin wieder aus. Im Rheintal oder auch generell im Süden und Südosten bleibt es trüb. Abseits der Nebelzonen zeigt sich der Nachthimmel sternenklar. Der Wind weht im Norden und Osten mäßig bis lebhaft aus Ost bis Südost. Tiefsttemperaturen minus 8 bis 0 Grad.
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