14. Mai 2016 | 18:10 Uhr

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Verkehrs-Chaos zu Pfingsten

Unwetter und Hochwasser in Deutschland

Dauerregen sorgt für überflutete Straßen, Flugausfälle und Evakuierungen.

Starker Regen und heftige Gewitter haben zum Auftakt des Pfingstwochenendes in Süddeutschland etliche Schäden angerichtet. Die Wasserstände der Flüsse stiegen infolge der Niederschläge deutlich an. In Mannheim und im Rhein-Neckar-Kreis verzeichneten Polizei und Feuerwehr am Samstag zahlreiche Notrufe wegen überfluteter Straßen. An einigen Stellen stand das Wasser demnach bis zu 30 Zentimeter hoch.

Wer dem schlechten Wetter in Richtung Süden entfliehen wollte, kam vom Regen in den Stau: Allein in Bayern stand der Verkehr nach Angaben des Autofahrerclubs ADAC am Freitag an 583 Stellen auf einer Länge von 1.400 Kilometern. Die Rückreise dürfte sich wegen der wieder eingeführten Kontrollen an den Grenzübergängen verzögern.

Flüge ausgefallen
In Hessen hatten heftiger Regen und Gewitter am Freitag zu Flugausfällen, Überschwemmungen und Evakuierungen geführt. Am größten Flughafen des Kontinents in Frankfurt fielen rund 60 Flüge aus, andere Verbindungen verspäteten sich oder wurden umgeleitet. Die Einkaufsgalerie "MyZeil" im Zentrum des Finanzmetropole wurde evakuiert. "Ursache ist der immense Niederschlag", teilte die Polizei auf Twitter mit.

Hochwasser am Rhein
Am Hoch- und Oberrhein sowie an kleineren Gewässern im Südosten von Baden-Württemberg herrschte am Samstag Hochwasser. Heftige Niederschläge hatten die Wasserstände innerhalb von 24 Stunden um bis zu zwei Meter steigen lassen, wie die Hochwasservorhersagezentrale in Karlsruhe mitteilte. Am Rheinpegel Maxau wurde für Samstagnachmittag die Hochwassermarke von 7,5 Meter erwartet. Dann dürfen dort keine Schiffe mehr auf dem Rhein fahren.

Dauerregen geht weiter
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Samstag vor den Folgen des Dauerregens in der Region von Oberschwaben bis ins Berchtesgadener Land. Dort müssten die Menschen mit Hochwasser in Bächen und Flüssen, der Überschwemmung von Straßen und Erdrutschen rechnen. Aus Niederbayern meldete die Polizei Überschwemmungen, umgestürzte Bäume und heruntergefallene Dachziegel.

Am Freitag waren laut DWD schon bis zu 50, mancherorts auch mehr als 80 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Autofahrer mussten in der Nacht örtlich vom Dauerregen überflutete Straßen umfahren. Zudem herrschten schlechte Sicht und Gefahr wegen rutschiger Fahrbahnen. Im Schienenverkehr kam es hingegen zu keinerlei Behinderungen, wie ein Bahnsprecher sagte.
 

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Sonne-Wolken, im O vermehrt Schauer. 0/14°

Ein paar Nebelfelder können sich noch länger halten, insbesondere im Innviertel und im westlichen Donauraum. Spätestens am Nachmittag ist es aber im Westen verbreitet sonnig, allerdings macht sich auch Saharastaub in der Luft durch eine leichte Eintrübung bemerkbar. Ansonsten gibt es zeitweise einige Quellwolken, dazu können ein paar Regenschauer niedergehen, die meisten gibt es voraussichtlich im Südosten. Hier sind sogar örtliche, kurze Gewitter nicht auszuschließen. Der Wind weht schwach bis mäßig und kommt aus unterschiedlichen Richtungen. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 12 bis 17 Grad. Heute Nacht: Nach Abzug des schwachen Höhentiefs Richtung Südosten fallen die Restwolken wieder zusammen und es klar häufig auf. In den Morgenstunden kann sich in Tälern und Becken lokal und in Oberösterreich gebietsweise Nebel ausbreiten. Allgemein weht nur schwacher Wind. Die Tiefsttemperaturen liegen zwischen minus 4 und plus 5 Grad.
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