01. Juli 2015 | 11:54 Uhr

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Omega-Wetterlage

Über 40 Grad: Hitzewelle in Europa

Rekordtemperaturen und Stromausfälle in Frankreich.

Die Wetterlage über Europa wird zumindest bis Anfang nächster Woche anhalten.

"Derzeit baut sich über Europa ein mächtiges Hochdruckgebiet auf, das alle vom Atlantik heranziehenden Tiefdruckgebiete blockiert oder weit nach Nord-Europa ablenkt", erläuterten die Meteorologen. Somit wird es in den nächsten Tagen im Großteil Europas heiß, zum Teil sogar "extrem heiß".

In den Mittelmeerregionen hat es verbreitet 30 bis 35 Grad. Im Landesinneren von Spanien steigen die Temperaturen auf knapp über 40 Grad, 35 bis 40 Grad sind es ebenfalls in der Südhälfte von Frankreich und im Süden Deutschlands. Vor allem am Wochenende werden dann auch in Österreich, Ungarn, Tschechien, Polen und der Slowakei stellenweise Höchstwerte um 35 Grad prognostiziert. Der Norden Großbritanniens und der Großteil von Skandinavien müssen sich in den kommenden Tagen mit 20 bis 26 Grad begnügen.

Die Hitzewelle in Frankreich brachte laut Nachrichtenagentur AFP am (gestrigen) Dienstag bereits Rekordtemperaturen und Stromausfälle in rund einer Million Haushalten. Die Thermometer an der südwestfranzösischen Atlantikküste verzeichneten mehr als 40 Grad Celsius, Höchstwerte für einen Juni-Tag. Die Hitze hatte auch die Hauptstadt Paris fest im Griff: Für Mittwoch wurden bis zu 39 Grad angekündigt.

In 40 französischen Departements herrschte die zweithöchste Wetter-Alarmstufe Orange. Lehrer wurden aufgefordert darauf zu achten, dass ihre Schüler ausreichend trinken, gewarnt wurde zudem vor körperlicher Belastung im Freien. Bei einer Hitzewelle im Jahr 2003 waren in Frankreich Tausende Menschen ums Leben gekommen. Gesundheitsministerin Marisol Touraine sagte aber, es gebe nun "keine besonderen Befürchtungen".

In Deutschland rechnen die Meteorologen für Samstag mit bis zu 39 Grad. Der offizielle Hitzerekord des Landes liegt laut Deutscher Presse-Agentur dpa bei 40,2 Grad und wurde mehrmals an verschiedenen Orten und Tagen erreicht. Europas Hitzerekord hält seit 1999 mit 48,5 Grad das italienische Catenanuova auf Sizilien. Der Weltrekordwert wurde auf der Greenland Ranch im kalifornischen Death Valley am 10. Juli 1913 mit 56,7 Grad gemessen. Der absolute Temperaturrekord für Österreich steht seit dem 8. August 2013 mit 40,5 Grad in Bad Deutsch-Altenburg zu Buche.

 

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Wechselnd bewölkt, regnerisch, 4/10°

Störungseinfluss bringt von Westen zahlreiche dichte Wolken. Mit diesen regnet es bei einer Schneefallgrenze zwischen 800 und 1200m Seehöhe zunächst noch im Osten und Südosten. Im Laufe des Nachmittags setzt schließlich von Vorarlberg bis Salzburg und Oberösterreich neuerlich Niederschlag ein, der sich hier bis zum Abend deutlich intensiviert. Chancen auf Sonnenschein sind allgemein gering, etwas höher lediglich in Kärnten und Osttirol. Der Wind weht alpennordseitig mäßig bis lebhaft aus West, im Süden bleibt es windschwach. Die Nachmittagstemperaturen 7 bis 13 Grad. Heute Nacht: Mit einer nordwestlichen Strömung stauen sich zwischen Vorarlberg und dem westlichen Niederösterreich in der Nacht auf Dienstag viele dichte Wolken. Bei einer Schneefallgrenze zwischen tiefen Lagen und etwa 800m Seehöhe regnet und schneit es hier außerdem teilweise stark. Überall sonst gibt es hingegen bei wechselnder Bewölkung vor allem in Osttirol, aber auch von Oberösterreich ostwärts einzelne lokale Regen- oder Schneeregenschauer. Der Wind aus West bis Nord weht in den Föhntälern im Süden sowie teils im Osten mäßig, in den höchsten Lagen auch lebhaft. Die Tiefsttemperaturen umspannen minus 2 bis plus 5 Grad.
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