19. Mai 2023 | 09:49 Uhr

Schwere Unwetter

Traurige Bilanz: 14 Tote in Italien

Dauerregen und schwere Unwetter haben in Italien für Chaos, Zerstörung und Tod gesorgt. 14 Menschen sind umgekommen, viele Obst- und Gemüseanbaugebiete sind völlig zerstört. 

Die Bilanz der Unwetter in der norditalienischen Adria-Region Emilia Romagna wird immer erschreckender. Die Zahl der Todesopfer liegt Freitagfrüh bei 14. Zuletzt sei ein Ehepaar sei tot in seinem überschwemmten Haus aufgefunden wurde, berichteten italienische Medien. Der Sohn des Ehepaares im Alter von 73 und 71 Jahren hatte die Behörden informiert, nachdem er die Eltern telefonisch nicht mehr erreichen konnte.

Es wird vermutet, dass das Ehepaar in das Haus zurückgekehrt sei, um ein Elektrogerät vor dem Wasser zu retten. Die genaue Todesursache wird noch untersucht. Auch Tod durch Stromschlag werde nicht ausgeschlossen, berichteten italienische Medien. Weitere zwei Tote wurden in der Provinz Ravenna geborgen. Eine weitere Person wird noch vermisst.

 

 

 

Enorme Schäden für Landwirtschaft

Die schweren Unwetter in der norditalienischen Adria-Region Emilia Romagna haben auch der Landwirtschaft und der Viehzucht, einem wichtigen Wirtschaftssektor der Gegend, schwere Schäden zugefügt. Allein im Raum zwischen Forlì und Rimini beträgt der Schaden an den Feldern eineinhalb Milliarden Euro, berichtete der Landwirtschaftsverband Coldiretti.

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In der Romagna und im Raum Bologna haben Unwetter und Überschwemmungen auch eines der wichtigsten Obst- und Gemüseanbaugebiete Italiens zerstört. Das Szenario ist düster: Tausende von Hektar stehen unter Wasser, mehrere Hektar Obstplantagen sind überschwemmt und Ställe ohne Strom, Lagerhäuser wurden überflutet. Außerdem gingen ganze Getreideernten verloren.

5.000 Landwirtschaftsbetriebe haben Schäden zu verzeichnen, berichtete Coldiretti. Betroffen seien unter anderem Weinberge, Äpfel- und Birnenplantagen sowie Gemüsefelder. Probleme gab es auch bei der Lieferung verderblicher Lebensmittel, die durch die Schließung der Autobahn A14 zum Erliegen kam. Das führte zu weiteren Verlusten für die Landwirtschaftsunternehmen.

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Italienische Regierung verspricht schnelle Hilfe

Der italienische Landwirtschaftsminister Francesco Lollobrigida versicherte, dass die Regierung schnell eingreifen werde, um den von den Unwettern und den schwersten Niederschlägen der vergangenen 30 Jahre betroffenen Gemeinden zu helfen. Er versprach ein Regierungsdekret und die Bereitstellung angemessener Mittel zur Bewältigung der Schäden. Die Landwirtschaftsverbände fordern ein sofortiges Eingreifen der Regierung mit Notstandsgesetzen wie im Falle des Erdbebens, das die Gegend im Jahr 2012 erschüttert hatte.

Insgesamt stehen 37 Gemeinden vollständig unter Wasser. Papst Franziskus äußerte sein Beileid und Mitgefühl für die Betroffenen der Überschwemmungen in Norditalien, berichtete "Kathpress".
21 Flüsse sind im Katastrophengebiet rund um Bologna über die Ufer getreten, 22 weitere stehen kurz vor dem Überlaufen. In den Apenninengemeinden der Region Emilia Romagna wurden 250 Erdrutsche, davon 150 schwere, gemeldet. In Faenza stiegen Menschen auf die Dächer ihrer Häuser, um sich vor den Flutwellen zu retten. Einige Personen wurden von Hubschraubern in Sicherheit gebracht. In mehreren Teilen der Stadt kam es zu Stromausfällen, auch bei den Telefonverbindungen gab es Probleme. Am Donnerstag gingen dort Evakuierungen weiter.
Insgesamt wurden in Italien aufgrund der Unwetter zehntausende Menschen evakuiert. Die Schäden gehen in die Milliardenhöhe.

 

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