07. Juni 2017 | 09:15 Uhr

Neapel © Getty Images

Phlegräischen Felder

Supervulkan in Neapel bereitet Wissenschaftlern Sorge

Laut neuen Untersuchungen soll ein Ausbruch näher stehen, als angenommen. 

Ein Ausbruch könnte Neapel zerstören und weltweite Folgen haben: Ein Supervulkan liegt direkt neben der italienischen Millionenstadt. Die letzte Eruption der Phlegräischen Felder gab es 1538, dabei entstand ein neuer Berg. In den letzten Jahren machte den Wissenschaftlern Sorge, dass sich die Erde seit den 1970er-Jahren immer wieder hebt und senkt - bis zu einen Meter. Eine Studie von Experten aus Neapel sah 2012 schon Zeichen für einen Anstieg von Gasen im Erdinneren - und bestätigt, dass eine riesige Magmablase die Phlegräischen Felder im Westen der Stadt und den Vesuv im Osten verbindet.

Jetzt hat ein Team rund um Christopher Kilburn vom University College London herausgefunden, dass ein Ausbruch näher stehen könnte, als angenommen. So fanden sie heraus, dass die Aktivität des Supervulkans einen kumulativen Effekt hat. Das bedeutet, dass sich die Energie in der Erdkruste anhäuft und dadurch einen Ausbruch wahrscheinlicher macht. Bis jetzt war man davon ausgegangen, dass die Energie nach jeder unruhigen Phase des Vesuvs wieder verloren geht.

Die Phlegräischen (griechisch: brennenden) Felder nahe der Metropole Neapel bereiten Wissenschaftlern seit Langem Sorge. Sie zählen zu den weltweit wenigen Dutzend Supervulkanen. Ein Ausbruch könnte schwere Folgen für die stark besiedelte Region und ganz Europa haben.

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