12. Mai 2016 | 11:22 Uhr

curiosity6.jpg © NASA

NASA-Daten

So ist das Wetter auf dem Mars

Marsrover "Curiosity" zieht Bilanz: Jahreszeiten, Temperaturen, Luftfeuchtigkeit.

Zwei Mars-Jahre lang hat der NASA-Rover "Curiosity" nun das Wetter auf dem Roten Planeten analysiert. "Curiosity" bewegt sich seit seiner Landung 2012 im Gale-Krater nahe des Mars-Äquators und zeichnet am Boden und in 1,6 Metern Höhe unter anderem Lufttemperatur und -feuchtigkeit auf. Nun veröffentlichte die US-Raumfahrtbehörde eine erste Bilanz.

Jahreszeiten
Ein Mars-Jahr dauert beinahe so lang wie zwei Erden-Jahre (687 Erdentage), weil die Umlaufbahn des Mars um die Sonne länger ist. Doch auch auf dem Roten Planeten gibt es Jahreszeiten, die jenen auf der Erde ähneln: Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter. "Wir erkennen gewisse, sich wiederholende Muster" erklärt Projektleiter Ashwin Vasavada vom Jet Propulsion Laboratory der NASA in Pasadena.

Temperaturen

Wegen der dünnen Atmosphäre - mit einem Druck von knapp sieben Millibar rund 150 Mal dünner als die irdische - sind die Temperaturschwankungen innerhalb eines Tages viel größer als auf unserem Planeten und erreichen bis zu 55 Grad Celsius zwischen dem Höchstwert am Nachmittag und dem Tiefstwert in der Nacht.

Höchsttemperatur am wärmsten Tag war 15,9 Grad; die Tiefsttemperatur in einer Winternacht lag bei -100 Grad.

gale00.jpg © NASA JPL
Temperaturvergleich Los Angeles und Gale-Krater - ein Marstag wird dabei als "Sol" bezeichnet.

Luftfeuchtigkeit
Die Luftfeuchtigkeit ist ebenfalls viel niedriger als auf der Erde. Selbst in den "feuchten" Sommermonaten maß "Curiosity" Werte, die weniger als ein Prozent unserer Luftfeuchte betragen. Untertags sinkt die Luftfeuchtigkeit auf dem Mars nahe Null.

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Luftdruck
press00.jpg © NASA JPL

Atmosphäre
Der Mars ist wie die Erde vor rund 4,5 Milliarden Jahren entstanden. Damals habe der Mars 6,5 Mal so viel Wasser besessen wie heute und zudem eine dichtere Atmosphäre gehabt, sind sich Forscher sicher. Das meiste Wasser ist heute von der Marsoberfläche verschwunden. Ein Teil davon könnte sich ins All verflüchtigt haben. Vor etwa 4 Milliarden Jahren soll der Mars einen Großteil seiner Atmosphäre verloren haben. Heute besteht die Luft auf dem Roten Planeten zu 96 Prozent aus Kohlendioxid, zu je 1,9 Prozent aus Argon und Stickstoff - und nur zu 0,145 Prozent aus Sauerstoff.



 

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Westhälfte zunehmend gewittrig, sonst sonnig, 20/32°

In der Westhälfte sind bereits erste Schauer und Gewittern aktiv. Weiter im Osten ist es bis Mittag sehr sonnig, ehe sich ab Mittag ausgehend vom Bergland auch hier einige hochreichende Quellwolken bilden und die Gewittergefahr generell zunimmt. Stellenweise sind auch kräftige Gewitter mit Starkregen und lokalen Sturmböen zu erwarten. Am längsten sonnig bleibt es ganz im Osten, hier bleibt die Gewittergefahr am geringsten. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Südost, in Schauer- oder Gewitternähe können stellenweise auch kräftige Böen auftreten, wobei der Wind vorübergehend auf westliche Richtungen dreht. Es bleibt heiß mit Tageshöchstwerten von West nach Ost von 26 bis rund 39 Grad, es wird aber feuchter und durch die Schwüle wird die Hitze noch drückender. Heute Nacht: In der Nacht gibt es zunächst noch Gewitter vom Nachmittag, die erst nach und nach nachlassen, abseits der Gewitter verläuft die Nacht meist ungetrübt und sternenklar. In Gewitternähe sind zunächst noch teils kräftige Böen möglich, ansonsten weht der Wind meist nur schwach. Die Temperaturen gehen auf 16 bis 25 Grad zurück, wobei es im Osten am wärmsten bleibt.
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