05. Februar 2017 | 09:18 Uhr

nasa.jpg © NASA / Greenpeace

Brasilien

Sensationsfund: Riesiges Riff im Amazonas

Bisher waren Korallenriffe im Mündungsbereich von Flüssen nicht bekannt.

Ein ungewöhnliches Korallenriff im Mündungsgebiet des Amazonas im Atlantik elektrisiert internationale Forscher. Ein Team von Wissenschaftern und der Umweltschutzorganisation Greenpeace konnte nun erstmals Unterwasseraufnahmen des 9.500 Quadratkilometer großen Riff-Systems mit Schwämmen, Fischen und Korallen vor der Küste Brasiliens machen.

"Das ist ein Sensationsfund", sagte die deutsche Meeresbiologin Sandra Schöttner, die bei der Expedition dabei ist. Die Entdeckung sei einer der wichtigsten meeresbiologischen Funde seit Jahrzehnten, da bisher solche Riffe im Mündungsbereich von Flüssen nicht bekannt gewesen seien. Die Flüsse transportieren viel Sediment und organisches Material. Das trübt das Wasser, Korallenriffe entwickeln sich aber eigentlich nur bei starker Lichtdurchlässigkeit. Zudem mischt sich hier Süß- und Salzwasser und der Sauerstoffgehalt ist ungewöhnlich für Korallenriffe.

Das Ökosystem könne vermutlich einen Einblick liefern, wie Riffe in der Zukunft aussehen könnten, die durch Klimawandel und Erosion unter erschwerten Umweltbedingungen überleben müssen, sagte Schöttner, die bei Greenpeace für die Themen Meere und Biodiversität zuständig ist.

Ein brasilianisches Forscherteam hatte 2016 die ganze Dimension des Riffs erkannt. Sorgen bereitet den Forschern aber, dass in der Nähe Ölbohrungen geplant sind.
 

Österreich Wetter

  • Jetzt
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14
  • 15
  • 16
  • 17
  • 18
  • 19
  • 20
  • 21
  • 22
  • 23
  • 0
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4

Etwas Schnee, teils gefrierender Regen -5°/+2°

Mit Störungseinfluss ziehen dichte Wolken durch und es muss verbreitet mit etwas Schneefall oder Schneeregen gerechnet werden. Besonders in Oberösterreich und dem westlichen Niederösterreich muss auch zeitweise mit Regen und damit stellenweise Glatteis gerechnet werden, aber auch sonst ist phasenweiser Regen möglich. Im Westen und Norden klingt der Niederschlag bald ab und dann kommt auch wieder zaghaft die Sonne hervor. Im Bergland und im Süden intensiviert sich der Schneefall tagsüber noch, hier bleibt es meist bei Schnee, im Grazer Becken und dem Burgenland besteht aber bis zum Abend lokale Glatteisgefahr. Der Wind weht meist schwach bis mäßig aus Südost bis West. Frühtemperaturen minus 10 bis plus 1 Grad, Tageshöchsttemperaturen minus 3 bis plus 5 Grad, in Vorarlberg mitunter bis 8 Grad.
mehr Österreich-Wetter