28. November 2014 | 07:14 Uhr

brisbane.jpg © apa

Australien

Schwerer Sturm wütete in Brisbane

Geschosse in der Größe von Golfbällen niedergegangen

Hagelkörner so groß wie Golfbälle haben in der australischen Millionenstadt Brisbane Chaos verursacht. Der Hagel prasselte bei einem Sturm mit Taifunstärke und Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 km/h nieder, wie Einwohner berichteten. Zahlreiche Scheiben gingen zu Bruch. Zwölf Menschen wurden verletzt. Versicherer schätzten die Schäden am Freitag auf umgerechnet 70 Millionen Euro.

"Es war der schlimmste Sturm seit Jahrzehnten", sagte der stellvertretende Chef der Feuerwehr und Nothilfe von Queensland, Neil Gallant. Der Sturm brach am Donnerstagnachmittag über der Stadt herein. Einige Straßen verwandelten sich in Sturzbäche. Am Flughafen wurden Kleinflugzeuge wie Spielzeug umgeblasen. Sturmböen deckten Hausdächer ab, rissen Bäume um und beschädigten Stromleitungen. 70.000 Haushalte waren zeitweise ohne Strom.

Video: Golfballgroße Hagelkörner in Brisbane:

Es tut uns leid. Dieses Video ist nicht mehr verfügbar.

"Als wäre eine Bombe hochgegangen", sagte James Marriott der "Brisbane Times". Von seinem Haus wurde das Dach abgerissen und 100 Meter weit geschleudert. Sein Mitbewohner war in der Küche. "Er ist um sein Leben gerannt und es ist ein Wunder, dass er überlebt hat." Eine sechsköpfige Familie war stundenlang in den Trümmern ihres Hauses eingeschlossen, weil das Dach das Nachbarhauses auf ihre Wohnung gestürzt war, berichteten Medien. Ein Krankenwagenfahrer wurde bei einem Einsatz verletzt, als Hagel durch seine Windschutzscheibe schlug.

Die Behörden mobilisierten die Armee, um bei den Aufräumarbeiten zu helfen. Brisbane steuert gerade mit Temperaturen von bis zu 40 Grad auf dem Sommer zu.

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Meist trüb, wenig Sonne, 4/12°

In der Früh und am Vormittag zieht die nächste Störungszone von Nordwesten her durch und bringt in vielen Regionen Regen und Regenschauer. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 1200 und 1600m Seehöhe. Im Laufe des Nachmittages klingen die Niederschläge aber allmählich wieder ab und auch die Wolken lockern auf. Lediglich in den nördlichen Staulagen bleibt es länger trüb und schaueranfällig. Generell wetterbegünstigt ist der äußerste Süden, hier bleibt es meist niederschlagsfrei. Der Wind weht mäßig bis lebhaft, im Osten und in exponierten Lagen teils auch kräftig aus West, nur im Süden ist es windschwach. Frühtemperaturen je nach Wind minus 2 bis plus 9 Grad, Tageshöchsttemperaturen 6 bis 14 Grad.
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