13. Juli 2015 | 09:09 Uhr

pluto691.jpg © NASA
pluto34.jpg © NASA

Zwergplanet

Rätsel um mysteriöse Flecken auf Pluto

Raumsonde "New Horizons" wird am Dienstag dicht an Pluto vorbeirasen.

Noch nie haben Menschen eine detaillierten Blick auf die Oberfläche des Zwergplaneten Pluto werfen können. Dank der Nasa-Sonde "New Horizons" soll sich das nun ändern: Mit 49.600 Kilometern pro Stunde rast das Raumfahrzeug derzeit am Rand des Sonnensystems auf den rätselhaften Himmelskörper zu, der nach dem römischen Gott der Unterwelt benannt ist.

Rendezvous mit Pluto
Am Dienstag soll sich "New Horizons" Pluto bis auf 12.500 Kilometer nähern - und schon jetzt geben Bilder der Sonde den Forschern Rätsel auf. Denn die Kamera von "New Horizons" nahm entlang des Pluto-Äquators eine Reihe mysteriöser dunkler Flecken auf, alle mit einem Durchmesser von rund 480 Kilometern und gleichmäßig in der Region verteilt.

Solche Flecken haben Astronomen noch nie beobachtet. "Das ist wirklich ein Rätsel", sagt Alan Stern vom Southwest Research Institute in Boulder im US-Bundesstaat Colorado. Die Wissenschafter könnten kaum erwarten, dieses Rätsel zu lösen.

Helfen wird ihnen dabei "New Horizons". Mehr als 4,8 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt befindet sich die Sonde jetzt nach neuneinhalbjähriger Reise in der letzten Phase des Anflugs auf Pluto. Der Zwergplanet mit seinem großen Mond Charon und vier weiteren kleinen Monden könnte allerdings Gefahren für "New Horizons" bereit halten: Im Vorfeld suchten die Wissenschafter intensiv nach möglichen Staubwolken im kaum erforschten Pluto-System. Denn bereits der Zusammenstoß mit einem Staubkorn würde für die pfeilschnelle Sonde schlimme Folgen haben.

Offenbar ohne gravierende Folgen blieb eine technische Panne, die vor wenigen Tagen bei den Missionswissenschaftlern für Aufregung sorgte. Am 4. Juli verlor die Nasa für fast eineinhalb Stunden den Kontakt zu "New Horizons" - die Sonde schaltete vorübergehend in einen Sicherheitsmodus um. Grund war laut Nasa ein "schwer lokalisierbarer Timing-Fehler", der aber behoben worden sei.

"New Horizons" soll die Oberflächenformen auf Pluto kartieren. Außerdem wird das 465-Kilo-Raumfahrzeug von der Größe eines Konzertflügels die Atmosphären von Pluto und Charon untersuchen - und herauszufinden versuchen, ob es in ihrem Inneren womöglich Ozeane gibt.

pluto14.jpg © NASA
Sonde "New Horizons" auf dem Weg zu Pluto; Grafik: NASA

Zwergplanet
Pluto ist etwa um ein Drittel kleiner als unser Mond. Der im Jahr 1930 von dem US-Astronomen Clyde Tombaugh entdeckte Himmelskörper war jahrzehntelang der kleinste und sonnenfernste der damals neun Planeten unseres Sonnensystems. 2006 wurde Pluto jedoch der Planetenstatus aberkannt, seither gehört er der damals neu geschaffenen Klasse der Zwergplaneten an.
 

Österreich Wetter

  • Jetzt
  • 20
  • 21
  • 22
  • 23
  • 0
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14
  • 15
  • 16
  • 17
  • 18

Schaueranfällig, im O und S etwas Sonne, 1/7°

Im Einfluss einer Störung dominieren bis zum Abend insgesamt dichte Wolken. Die Sonne zeigt sich maximal zwischendurch. Von Nordwesten breiten sich außerdem mehr und mehr Regen- oder Schneeschauer aus. Vom Arlberg bis ins Mostviertel regnet oder schneit es zum Teil auch intensiv, am meisten aber im Westen. In den Niederungen ziehen hingegen nur einzelne Schauer durch. Weitgehend trocken bleibt es lediglich im Süden Österreichs. Die Schneefallgrenze bewegt sich zwischen 300 und 800m Seehöhe. Der Wind weht mäßig bis lebhaft aus Nordwest. Vor allem im Bergland lebt der Wind aber immer wieder auch kräftig auf. Die Nachmittagstemperaturen 5 bis 13 Grad. Heute Nacht: In der Nacht auf Dienstag bleibt es unbeständig und vor allem an der Alpennordseite schneit es von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich immer wieder. Bis zum Morgen intensiviert sich außerdem bei einer Schneefallgrenze zwischen tiefen Lagen und rund 700m Seehöhe im Osten der Niederschlag. Überall sonst bleibt es weitgehend niederschlagsfrei, zeitweise lockern die Wolken sogar vorübergehend auf. Der Wind weht in den Niederungen oft schwach bis mäßig, in höheren Lagen dauert der lebhafte Nordwestwind aber an. Die Tiefsttemperaturen minus 4 bis plus 5 Grad.
mehr Österreich-Wetter