24. November 2016 | 11:16 Uhr

pyr-3.jpg © Google Earth

Gebilde ragt aus dem Eis

Pyramide in der Antarktis - ändert das unsere Geschichte?

Rätselhafte Formation im Eis sorgt für Diskussionen - was ist wirklich dran?

Eine mysteriöse Felsformation in der Antarktis weist große Ähnlichkeit mit einer Pyramide auf. Einem Bericht des britischen "Daily Express" zufolge stellen einige Verschwörungstheoretiker nun gleich die Geschichte der Menschheit in Frage. Sie spekulieren, dass die Formation von einer frühen Hochkultur erbaut worden sein könnte.

Der sichtbare Teil der "Pyramide" (Google Earth-Koordinaten -79.977277, -81.961749) ist 1,7 mal größer als die Pyramide von Gizeh in Ägypten. Diese wurde vor etwa 4.500 Jahren errichtet. Die lebensfeindlichen Bedingungen in der Antarktis machen es aber extrem unwahrscheinlich, dass sich hier eine Hochkultur entwickelt haben könnte, die Pyramiden baute. Eine solche Erkenntnis kann beseelte Verschwörungstheoretiker aber nicht stoppen. Zur Untermauerung ihrer These muss nun gar die Erdgeschichte herhalten. Denn: Die Antarktis war nicht immer so kalt.

Die Landmasse der Antarktis - Antarktika genannt - befand sich nicht immer am Südpol, sondern weiter nördlich. Tatsächlich konnten Wissenschaftler dank Pollenfunden belegen, dass das Klima der Antarktis auch warme Sommer mit bis zu 20 Grad kannte. Ein Regenwald bedeckte die Landmasse - die Antarktis soll damals so ähnlich wie heute Neuseeland ausgesehen haben.

Vor 45 Millionen Jahren trennte sich Antarktika von Australien. Erst vor etwa 25 Millionen Jahren traten erste Eisfelder auf, und seit 5 Millionen Jahren ist Antarktika vollständig vereist. Und genau hier spießt es sich: Der Homo sapiens hat sich erst vor etwa 200.000 Jahren in Afrika entwickelt.

An der Pyramiden-Theorie ist also nichts dran. Bei dem Gebilde handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen "Nunatak" - so wird ein über einen Gletscher aufragender, einzelner Berggipfel genannt.

ge-4.jpg © Google Earth
Das ganze Bild: Die "Pyramide" (markiert) ist Teil eines aus dem Eis ragenden Gebirgszuges.
 

Österreich Wetter

  • Jetzt
  • 22
  • 23
  • 0
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14
  • 15
  • 16
  • 17
  • 18
  • 19
  • 20

Meist sonnig. 3/15°

Schwacher Zwischenhocheinfluss und eine südwestliche Höhenströmung sorgen für überwiegend sonniges und sehr mildes Wetter. In weiten Teilen Kärntens und der Steiermark gibt es vermehrt Wolken. Der Wind aus Südost bis Süd lebt im Tagesverlauf in einigen Föhntälern der Alpennordseite, am Alpenostrand und im östlichen Flachland mäßig bis lebhaft auf. Tageshöchsttemperaturen 14 bis 19 Grad. Heute Nacht: In der Nacht auf Samstag nähert sich aus dem Westen eine Störungszone mit ersten Wolken. Von Vorarlberg bis nach Kärnten ist es aufgelockert bis stark bewölkt. Weiter im Norden und Osten bleibt es oft gering bewölkt oder sogar sternenklar. In manchen windgeschützten Tälern und Becken bilden sich lokale Nebelfelder. Der Wind weht am Alpenostrand sowie auf den Bergen mäßig aus Südost bis Süd. Die Tiefsttemperaturen der Nacht liegen zwischen minus 2 und plus 7 Grad.
mehr Österreich-Wetter