11. August 2016 | 09:16 Uhr

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Madeira

Feuer-Inferno zerstört Fünf-Sterne-Hotel

Waldbrände auf Touristen-Insel - Ronaldo bietet Hilfe an.

Der verheerende Waldbrand auf der Atlantik-Insel Madeira hat die Hauptstadt Funchal eingekesselt. Mindestens drei Menschen kamen bisher ums Leben. Rund 300 Menschen wurden wegen verschiedener Verletzungen und Rauchvergiftungen in Krankenhäuser gebracht, ein Mensch wird vermisst. In der Hauptstadt Funchal sind 150 niedergebrannt.

Hotel komplett abgebrannt

Auch das Fünf-Sterne-Resort "Choupana Hills" auf einem Hügel am Stadtrand Funchals wurde ein Raub der Flammen. Das luxuriöse Hotel brannte bis auf die Grundmauern nieder.

 

 

 

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So sah das Luxushotel vor wenigen Tagen aus; Foto: Choupana Hills Resort

 

Krankenhäuser evakuiert

Seit Beginn der Brände am Montag mussten nach Behördenangaben mehr als tausend Menschen vor den Flammen in Sicherheit gebracht werden. Darunter waren auch mehr als 300 Gäste verschiedener Hotels sowie Dutzende Patienten von zwei evakuierten Krankenhäusern. Der portugiesische Ministerpräsident António Costa und Staatspräsident Marcelo Rebelo de Sousa flogen am Mittwochabend nach Madeira, um sich vor Ort ein Bild der komplizierten Lage zu machen.

Superstar Ronaldo will helfen

Der in Funchal geborene und aufgewachsene Fußball-Weltstar Cristiano Ronaldo will seiner Heimatinsel finanzielle Hilfe zur Beseitigung der vom Feuer verursachten Sachschäden zukommen lassen. Wie der TV-Sender "SIC Noticias" berichtete, telefonierte der Stürmer von Real Madrid mit dem regionalen Regierungschef Miguel Albuquerque. Die Höhe der angebotenen Hilfe wurde zunächst nicht bekannt.

Feuer gelegt?

Zwei Hundertschaften der Feuerwehr bekämpften die Flammen. Mehr als 100 Einsatzkräfte aus der portugiesischen Hauptstadt Lissabon unterstützten die örtlichen Teams. Starke Winde, extreme Trockenheit und für Madeira sehr ungewöhnliche Temperaturen von 37 Grad Celsius erschwerten die Löscharbeiten.

Ein 23-Jähriger wird verdächtigt, eines der drei Feuer absichtlich gelegt zu haben. Der vorbestrafte Mann wurde in Untersuchungshaft genommen.

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Menschenkette hilft bei den Löscharbeiten in Funchal; Foto: Reuters

 

"Inferno"

Die Zeitung "Publico" schrieb in ihrer Onlineausgabe von einem "Inferno". In Funchal herrschten seit Dienstagabend Panik und Chaos, hieß es. Albuquerque meinte, die Lage sei zwar schwierig, aber nicht katastrophal. Er sprach von einer Entspannung der Lage am Mittwoch - aber Medien meinten, die Bevölkerung traue den Worten des Regierungschefs überhaupt nicht. Es werde vermutet, Albuquerque wolle Stornierungen von Reisen verhindern.

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Einwohner kämpfen mit Gartenschläuchen gegen das Feuer; Foto: EPA

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