22. Juni 2015 | 10:55 Uhr

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Klimawandel

Forscher: Menschheit in 100 Jahren ausgelöscht

Die Zeit des sechsten großen Massensterbens beginnt jetzt.

Vor 65 Millionen Jahren starben die Dinosaurier aus. Jetzt ist der Mensch an der Reihe, sagen Wissenschaftler. Demnach beginnt gerade die Zeit des sechsten großen Massensterbens. In 100 Jahren werde der Mensch ausgestorben sein, warnte der australische Mikrobiologe Frank Fenner bereits 2010. Die Gründe dafür: Überbevölkerung, schwindende Rohstoffquellen und der Klimawandel.

Die Rahmenbedingungen haben sich seitdem nicht verbessert. Im Gegenteil: "Wir sägen an dem Ast, auf dem wir sitzen", meint nun auch Professor Paul Ehrlich von der Stanford-Universität. Das Verschwinden von Tierarten wie Eisbären und Elefanten sei nur der Anfang. Spezies verschwinden derzeit hundert Mal schneller als sonst.

In schon drei Generationen wird das Massensterben beginnen, befürchten Forscher. Um dem gegenzusteuern müsse man sofort gefährdete Tierarten schützen, den Klimawandel stoppen und Lebensräume bewahren.

Der Wandel wird auch drastische Folgen für die Menschheit haben, heißt es. Denn die zerstörten Ökosysteme werden die Nahrungs- und Wasserversorgung zusammenbrechen lassen.

"Wenn es so weiter geht, wird es Millionen Jahre dauern, bis der Planet sich wieder erholt. Und unsere Spezies [der Mensch] wird sehr früh verschwinden", warnt der mexikanische Professor Gerardo Ceballos.

Um bis zu 5 Grad werden die Temperaturen bis zum Ende dieses Jahrhunderts steigen. "Wir sind an einem Punkt, an dem die Senkung der Treibhaus-Emmissionen nur mehr ein Teil des Problems ist - der leichtere Teil. Viel schwieriger wird es, Technologien zu erschaffen, die es möglich machen, diese schon begonnene Klima-Apokalypse wieder rückgängig zu machen", sagt Softwarentwickler und Wissenschaftsjournalist David Auerbach.
 

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Mit Hochdruckeinfluss scheint im Bergland verbreitet die Sonne, oft ist es wolkenlos. Über den Niederungen im Osten, Südosten und Süden gibt es allerdings einige Nebel- und Hochnebelfelder, die an der Alpensüdseite oft beständig bleiben. Im östlichen Flachland stehen die Chancen auf Sonne am Nachmittag etwas besser. Der Wind bläst im Norden und Osten sowie in Föhnstrichen entlang des Alpenhauptkammes mäßig bis lebhaft aus Südost bis Süd. Frühtemperaturen minus 8 bis 0 Grad, Tageshöchsttemperaturen je nach Nebel, Sonne und Föhn minus 2 bis plus 10 Grad.
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