17. November 2016 | 06:53 Uhr

schnee1.jpg © Webcam Beaver Creek

USA

Kein Schnee in Beaver Creek: Rennen vor Absage

Ungewöhnlich hohe Temperaturen - akuter Schneemangel auf der Raubvogelpiste.

Wie befürchtet hat der Internationale Skiverband (FIS) die kommenden Herren-Weltcup-Speedrennen in Lake Louise in Kanada abgesagt. Warme Temperaturen und Schneemangel sowie die ungünstige Wetterprognose würden die Austragung der für 26. und 27. November geplant gewesenen Bewerbe unmöglich machen, hieß es. Die Abfahrt und der Super-G sollen später im Winter in Europa nachgeholt werden.

Während in Europa dieses Jahr bereits im November weitgehend winterliche und damit gute Bedingungen für den Wintersport herrschen, werden in Nordamerika seit Wochen ungewöhnlich hohe Temperaturen registriert. Auch in den über 3.000 Meter hohen Rocky Mountains, wo wie üblich die Rennen in Kanada und den USA angesetzt sind.

Entscheidung am Freitag

Der kommende Freitag (18. November) wird nun zum (vor)entscheidenden Tag, was mit den restlichen Nordamerika-Rennen passiert. In Beaver Creek, wo eine Woche nach Lake Louise gleich drei Herrenrennen vom 2. bis 4. Dezember angesetzt sind, liegt derzeit noch gar kein Schnee, obwohl der Start der berühmten "Raubvogelpiste" auf fast 3.500 Meter und das Ziel auf noch auf 2.730 Metern Seehöhe liegt. Die Webcam des Skigebiets liegt auf einer Höhe und 3.200 Meter und zeigt die aktuelle Schneehöhe - derzeit: Null.

In Colorado hofft man aber auf die nun angeblich kommenden kalten Tage. Derzeit würde die Rennwoche unverändert auf dem Plan stehen, vermeldete Pressechef Tom Boyd am Dienstagabend (Ortszeit). Viele Teams trainieren bereits seit längerem in den USA bzw. wie Österreichs-Speed-Team in Kanada.

Während die Kanada-Herrenrennen später in den Weltcup-Terminkalender eingefügt werden, würde bei einer Absage in Beaver Creek das gesamte Programm (Abfahrt, Super-G und Riesentorlauf) am gleichen Wochenende in Europa gefahren werden. Das hatte Herren-Renndirektor Markus Waldner kürzlich in Levi festgelegt.

Die erste Entscheidung, ob eine Woche nach den geplanten Herren-Rennen die gleich drei Damen-Speedbewerbe in Lake Louise (2. bis 4. Dezember) stattfinden können, fällt ebenfalls diesen Freitag. "Wir haben noch eine ganze Woche mehr Zeit und wie es aussieht, drehen sich dort jetzt die Temperaturen in den Minus-Bereich", sagte Damen-Renndirektor Atle Skaardal.

Laut dem Norweger ist die Strecke im oberen Teil weit gediehen, das Problem bestehe hauptsächlich im unteren Teil. "Wenn sie nun wirklich eine Woche mit tiefen Temperaturen kriegen, schaffen sie das. Die Chance besteht", so Skaardal.

 

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Im W zunehmend bewölkt, sonst sonnig, -2/6°

In vielen Landesteilen überwiegt sonniges und trockenes Wetter. Im östlichen Flachland liegen aber zum Teil zähe Hochnebel, die sich auch bis zum Abend kaum lichten. In Vorarlberg und Tirol tauchen hingegen im Laufe des Nachmittags erste Wolken einer aufziehenden Kaltfront auf, die sich in der Folge langsam nach Osten ausbreiten. Mitunter setzt im äußersten Westen bis zum Abend auch leichter Regen ein. Der Wind weht generell nur schwach aus meist südlichen Richtungen. In Abhängigkeit von Sonnenschein, Hochnebel und Wolken liegen die Tageshöchsttemperaturen zwischen 3 und 11 Grad. Heute Nacht: In der Nacht auf Montag breiten sich Wolken einer Kaltfront allmählich in Richtung Osten und Südosten aus und lösen im östlichen Flachland, im Donautal sowie am Alpenostrand letzte Hochnebelreste ab. Bis zum Morgen setzt bei einer Schneefallgrenze zwischen 700 und 1000m Seehöhe schließlich vom Bregenzer Wald, entlang der Alpennordseite bis ins westliche Niederösterreich Regen ein. In den Landesteilen nördlich der Donau ist während der Morgenstunden vereinzelt Glätte möglich. Der Wind weht unverändert schwach bei Tiefsttemperaturen zwischen minus 4 bis plus 3 Grad.
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