28. März 2019 | 21:52 Uhr

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120.000 Menschen in Notunterkünften

Iran trauert um 23 Tote nach Überflutungen

Die Naturkatastrophe überraschte die Menschen während der Festtage zum iranischen Neujahr. 

Die Zahl der Toten bei der Flutkatastrophe im Iran ist auf mindestens 23 gestiegen. Das sagte am Mittwoch der Leiter des Rettungsdienstes dem Staatssender IRIB, nachdem vier weitere Todesfälle im Norden, Westen und Südwesten des Landes bekanntgeworden waren. 240 Menschen seien laut Kuliwand bei den Überschwemmungen verletzt worden, 20 von ihnen schwer.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim soll es im Nordiran auch vier Vermisste geben. Mehr als 120.000 Menschen in den Flutgebieten mussten ihre Häuser räumen und in Notunterkünften untergebracht werden.

Videos zeigen die Gewalt des Wassers: 

 

Naturkatastrophe während iranschen Neujahrsferien

Wie am Anfang jeder Naturkatastrophe im Iran gab es auch dieses Mal unterschiedliche Angaben zur Opferzahl. Für das Innenministerium gelten nur amtlich registrierte Todesfälle. Medienberichte oder gar Angaben der örtlichen Behörden seien daher nicht amtlich, so das Ministerium. Kritiker meinen, dass die Regierung die genaue Zahl der Toten bewusst nicht angeben wolle, um während der persischen Neujahrsferien keine Panik im Land zu verursachen.

 
Viele Iraner befinden sich wegen der Neujahrsferien auf Reisen - auch in den Flutgebieten - und können wegen der Überschwemmungen bis auf Weiteres nicht in ihre Städte zurück. Landesweit sind mehrere Landstraßen gesperrt, zahlreiche Inlandsflüge wurden gestrichen und auch der Zugverkehr in einigen Provinzen ist durch die Flut gestört.
 
Die Regierung hat in mindestens zwölf Provinzen, auch in der Hauptstadt Teheran, die höchste Alarmstufe ausgerufen. Am schlimmsten sei die Lage weiterhin in Schiras, der Hauptstadt der südlichen Provinz Fars. Dort kamen bis jetzt 19 Menschen ums Leben. Auf Videos in den sozialen Medien ist zu sehen, wie sogar Lastwagen von dem Hochwasser weggeschwemmt werden.

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