15. März 2025 | 12:40 Uhr

Italien © AFP

Evakuierungen

Hochwasser und Muren: Heftige Unwetter in Italien

Schwere Unwetter gehen weiter in der italienischen Region Toskana nieder.  

Nach heftigen Niederschlägen am Freitag sind neun kleinere Gemeinden in der Provinz Florenz abgeschnitten, 248 Personen mussten evakuiert und in Räumen des Zivilschutzes untergebracht werden, teilten die Behörden am Samstag mit. In mehreren Gemeinden kam es zu Stromausfällen. Einige regionale Bahnverbindungen waren unterbrochen, nachdem Bäume umgestürzt waren.

Die Feuerwehr war im Dauereinsatz, um der Bevölkerung Hilfe zu leisten und Keller auszupumpen sowie Straßen vom Wasser zu befreien. Einige Autobahnstrecken wurden geschlossen. Der Fluss Arno erreichte ein Hoch von fünf Metern in der Stadt Pisa. In Florenz stand der Pegel bei 4,05 Metern. Schleusen wurden geöffnet, um den Wasserdruck zu verringern. Der Sieve, der größte Nebenfluss des Arno, der in mehreren Ortschaften von Mugello bis Pontassieve (Florenz) über die Ufer getreten war, erreichte Pegelstände wie 1966, als es am 4. November zu einer katastrophalen Überschwemmung in Florenz kam, berichtete der Zivilschutz.

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Schulen, Parks und Friedhöfe geschlossen

In Florenz ordneten die Behörden die vorzeitige Schließung der Uffizien, des weltberühmten Kunstmuseums, an. Auch der Dom von Florenz, Schulen, Parks und Friedhöfe wurden vorsorglich geschlossen. Die Stadtverwaltung von Prato nördlich von Florenz ordnete Freitagfrüh die Schließung aller Geschäfte und Unternehmen an. Die Stadtverwaltung erklärte, diese Vorsichtsmaßnahme sei notwendig, da die Gefahr bestehe, dass die örtlichen Flüsse und Bäche über die Ufer treten.

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In über 60 Gemeinden der Toskana wurden die Schulen geschlossen, auch Fährverbindungen zur Insel Elba wurden vorerst ausgesetzt. In der Provinz Lucca kam es zu einigen Erdrutschen, wegen denen die Straße zum Apenninberg Abetone unterbrochen wurde. Mit weiteren Niederschlägen war auch im Laufe des Samstags zu rechnen,

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Schwere Unwetter auch in der Emilia Romagna

Schwere Unwetter gab es auch in der norditalienischen Region Emilia Romagna. Die Toskana und die Emilia Romagna waren in den vergangenen Jahren bereits von heftigen Unwettern und Überschwemmungen heimgesucht worden. Mehrere Menschen kamen dabei ums Leben. Die Behörden lassen daher höchste Vorsicht walten.

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Regierungschefin Giorgia Meloni schrieb auf X: "Meine Gedanken sind bei den Menschen, die von dem Unwetter betroffen sind, das verschiedene Gebiete Italiens heimsucht und den Bürgern große Schäden und Schwierigkeiten zufügt." Sie sicherte den Betroffenen die Unterstützung der Regierung zu.

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Meist viel Sonne, im W. Wolkenaufzug. 0/13°

Unter abnehmendem Hochdruckeinfluss steht abseits der Nebelregionen ein sehr sonniger letzter Februartag bevor. Nebelfelder sind im Donauraum, im Waldviertel aber auch im Südosten zu erwarten und lösen sich bis Mittag meist auf. In weiten Teilen des Landes scheint die Sonne nahezu ungestört, lediglich ein paar harmlose Schleierwolken ziehen durch. Am Nachmittag kommen dann im Westen erste dichtere Wolken auf. Dabei bleibt es vorerst aber noch trocken. Der Wind weht meist nur schwach, im Nordosten mäßig aus östlichen Richtungen, alpennordseitig wird es gebietsweise leicht föhnig. Tageshöchsttemperaturen 11 bis 18 Grad, mit den höchsten Werten im leicht föhnigen Westen. Heute Nacht: Im Westen ziehen schon dichte Wolken und erste Regenschauer auf, Schnee fällt erst oberhalb von rund 1800m Seehöhe. Sonst startet die Nacht gering bewölkt und zum Morgen hin bilden sich gebietsweise Nebel- oder Hochnebelfelder. Der Wind weht nur schwach. Tiefsttemperaturen der Nacht minus 4 bis plus 6 Grad.
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